
Zwei kleine Kinos in Deutschland an der Schwelle zum digitalen Betrieb. Zwischen romantischem Blick und realistischer Sicht: was macht das mit dem Kino, wenn die Filmrollen verschwinden?

Rolle für Rolle von deutschen Kinofilmen werden im Filmvernichtungswerk abgefertigt, zerstückelt und anschließend verbrannt. Eine Hand rutscht über eine Liste, das Urteil wird erteilt: Vernichtung. Vernichtung. Und noch einmal: Vernichtung. Der nächste bitte.

Im Kopierwerk Baden-Baden werden die letzten Rollen Film entwickelt. Einst gängige Praxis, ist das analoge Filmen heute eine Randerscheinung geworden.

Über den Zusammenhang von Alkohol und Verkehrsunfällen wurde viel berichtet – doch wie verhält es sich mit dem Zusammenhang von Drohnen und Verkehrsunfällen? HfG-Absolvent Jens Willms geht dieser Frage im waghalsigen Selbstexperiment auf den Grund.
Hierzu haben wir leider keine weiteren Informationen. Auch das Internet konnte uns bei der Recherche nicht weiterhelfen. Jens Willms’ Kurzfilm ist einer unserer Lieblinge, ein kleiner Schatz, tief vergraben im Archiv der HfG. Vielleicht ist es auch besser, nicht mehr zu wissen. Die Poesie dieser Produktion ist unmittelbar, sie enthebt sich jeglicher Interpretation. Verdacht auf Kultmaterial. Das Format des überraschenden Exkurses in unbekannte Sphären setzten wir in Kürze fort, ihr dürft gespannt sein.

Eine Küche, zwei Tische, drei Köche. Der Alltag und die routinierten Abläufe des kleinen Restaurants öffnen den Raum für die Untersuchung menschlicher Interaktion und Begegnung in einem winzigen Transitraum.
2016 gehen die Beobachtungen in die achte Runde. Nachdem die “Fingerübung” 2009 von Prof. Thomas Heise initiert wurde, kam es unter Prof. Razvan Radulescu zu einer Neuauflage des Formates. Sophia Schillers Beitrag nimmt die Idee der einstigen Kooperation von HfG und Musikhochschule wieder auf, bei der Studierende der MuHo Karlsruhe die Filme vertonten. In diesem Fall in zeitgenössischer Jazz-Improvisation, gespielt von der Schwester der Filmemacherin.

In seiner “Beobachtung” Disappointment Arrangement fühlt Jason King einem Blumenstrauß auf den Zahn. Entstanden im Seminar Beobachtungen, ohne Ton und auf 16mm Material gedreht, wird ein Stillleben szenisch betrachtet. Rosen sind Rot, Veilchen sind Blau…
Seit 2009 entstanden an der HfG die sogenannten “Beobachtungen”. Professor Thomas Heise führte diese Übung ein, bei der zwei formale Vorgaben die Filme prägten: Jeder und jede bekam eine Rolle 16mm-Film (ca. 11 Minuten) zugewiesen und musste etwas beobachten. Es wurde kein Ton aufgenommen und die Filme wurden per Hand im Chemie-Eimer entwickelt (mit Schutzhandschuhen).

Dieses Frühwerk der HfG-Filmgeschichte, bei dem selbst von den Filmemacherinnen nur die Vornamen übrig geblieben sind, zeigt uns einen sehr persönlichen Umgang mit 14 Klassikern der Filmgeschichte.
Die HfG DVD-Edition Animata (2015), die sich der Publikation von HfG-Animationsfilmen gewidmet hat, hat unter anderem auch diesen kleinen aber feinen Trickfilm aus den 90er Jahren wiederentdeckt. Analog mit 16mm Material am Trickfilm-Tisch produziert, geben uns die Studentinnen “Julia und Patricia” ihre ganz eigene Sicht auf die Filmgeschichte. Falls jemand sich erinnern kann, wie die Filmemacherinnen mit vollem Namen heißen, freuen wir uns, ihnen diese letzte Ehre noch zu erweisen.

Spielerisches Portrait einer jungen Frau.
Dieses Portrait von HfG Alumnus David Loscher behält von Thomas Heises dogmatischem Entwurf nur noch einen Punkt: Das 16mm Material- gefilmt und anschliessend im Eimer entwickelt. Ansonsten hält sich Loscher an seine eigenen Regeln. Anklänge an die Protagonist*innen der Godards und Truffauts und eine Absage an das dokumentarische Format. Hier wird portraitiert, nicht dokumentiert.

Weihnachtsfeier der HfG 2017: Die Fünf Flötis und ihre Flotten Flöten geben an einem bis heute unvergessenen Abend im Dezember eines ihrer schönsten Konzerte. Frohes Fest!
Philip Lawall, Anja Ruschival, Valentin Pfister, Leonie Ohlow und Lena Loy flöten was das Zeug hält. Mit in ihrem Repertoire: “Tochter Zion”, “Was soll das bedeuten” und vor allem ihr Hit “Last Christmas”. Die Flötis starteten ihre Karriere übrigens bereits auf der HfG-Weihnachtsfeier im Vorjahr und machten seither die Karlsruher Weihnachtsmärkte unsicher. 2017 wurden an der HfG Karlsruhe extra Haushaltssperren verhängt, um die Flötis, die mittlerweile sehr teuer geworden waren, noch einmal für die Weihnachtsfeier zu engagieren.

Wir erinnern uns an die HfG Wochenschau! Diese informativen Kurzberichte wurden vom Kino-Team im Wintersemester 2017/18 wöchentlich produziert und vor den Vorstellungen im Blauen Salon gezeigt. Wir zeigen hier exklusiv nochmal die erste Wochenschau aus der Kalenderwoche 4, 2018. Eine Woche HfG – eine Woche totaler Wahnsinn!
Im Herbst 2017 entdeckte das Kino-Team der HfG im Keller eines Kinos hunderte von historischen deutschen Wochenschauen. Beim Sichten dieses Formates, das die Zuschauer weltweit und bis in die 80er vor Kinofilmen über das aktuelle Wochengeschehen informierte, wurde klar, dass die HfG sofort ihre eigene Wochenschau brauchte. So wurde wöchentlich alles dokumentiert, was im Haus passierte und täglich vor den Filmen im Blauen Salon präsentiert.

Jetzt gehts weiter mit dem zweiten Teil der HfG Wochenschau! In der fünten Kalenderwoche 2018 werden Mitarbeitende vorgestellt, Witze erzählt, Spuren gelesen und Dings, äh… Storyboards! bearbeitet. Sehr informativ, wie immer.
Im Herbst 2017 entdeckte das Kino-Team der HfG im Keller eines Kinos hunderte von historischen deutschen Wochenschauen. Beim Sichten dieses Formates, das die Zuschauer weltweit und bis in die 80er vor Kinofilmen über das aktuelle Wochengeschehen informierte, wurde klar, dass die HfG sofort ihre eigene Wochenschau brauchte. So wurde wöchentlich alles dokumentiert, was im Haus passierte und täglich vor den Filmen im Blauen Salon präsentiert.

In der dritten und letzten Folge der Kult-Wochenschau werden die ganz großen Fragen geklärt: Wofür steht eigentlich KD? Wie benutzt man einen Hammer? Und: Welche Partys sind besser, die der Kunstakademie oder der HfG? Tune in and find out!
Außerdem wird die neue – nun geschiedene – Kanzlerin Christiane Linsel vorgestellt!
Im Herbst 2017 entdeckte das Kino-Team der HfG im Keller eines Kinos hunderte von historischen deutschen Wochenschauen. Beim Sichten dieses Formates, das die Zuschauer weltweit und bis in die 80er vor Kinofilmen über das aktuelle Wochengeschehen informierte, wurde klar, dass die HfG sofort ihre eigene Wochenschau brauchte. So wurde wöchentlich alles dokumentiert, was im Haus passierte und täglich vor den Filmen im Blauen Salon präsentiert.

Christian Haardt webt aus uraltem HfG-Archivmaterial eine neue Geschichte, die wie ein Traum vorbeiflackert – Pure Imagination!
Wusstet ihr schon: Christian Haardts Vordiplom war eigentlich gar nicht als Film gedacht – sondern als Installation! Auf dem Schneidetisch lief das Filmmaterial: ein aus im Filmarchiv gefunden Kopien von Arbeiten Studierender zusammengeschnittener Experimentalfilm, der verschiedenste Geschichten verwebt zu einer universellen Geschichte. Wir dürfen den Film zum ersten Mal als Film zeigen. Danke dafür!

Hände tauschen Scheine gegen Plastik. Spiel ist ein 3D-Dokumentarfilm über das Geschäft mit dem Glück. In atmosphärischen Bildern beobachtet er den Betrieb der Spielbank Baden-Baden.
In Bastian Epples Film passiert etwas sehr Interessantes: Die dokumentarischen Bilder, die den Spielbetrieb eines Casinos begleiten, entgleiten zusehends in eine atmosphärische Geschichte von Menschen, Maschinen und Bewegungen. Der Film pendelt zwischen Realität und Fiktion, die Bewegungen dieses Pendels werden immer größer und verschwimmen letztlich.

Was wäre wenn die Blume jene Erde unter sich verabscheuen würde? Ein Gedicht wird zur Frage und fordert zum Gespräch auf – Eine erstaunlich tiefgründig endende Aktion…
Sarah Thöles Film feierte beim 4. Internationalen Zebra Poetry Film Festival 2008 in Berlin Premiere. Das kurze Gedicht des Iraner Künstlers Shooresh Fezonis wird erst zur Frage und dann zur Einladung Nachzudenken über Menschliches, Allzumenschliches. Im Naturgarten Thöle hören wir das Philosophieren der Kundinnen und Kunden während die Bilder die Blume und ihre Erde zeigen.

Die krasseste HfG-Party aller Zeiten, so geht die Legende, wurde zufällig in einem 40-minütigen Homevideo eines unbekannten Hobbyfilmers 1996 für die Nachwelt festgehalten. Die VHS wurde jedoch in einem VHS-Player vergessen und als dieser auf den Dachboden wanderte, war alle Hoffnung verloren, sie je wieder zu finden und nach und nach geriet das Video in Vergessenheit. Fast 30 Jahre später stolperte der Medienkunst-Student Pavel Pudnik über einen Karton mit ausrangierter Technik und fand darin einen VHS-Player. Als er das Gerät anschloss, konnte er seinen Augen nicht glauben, was er sah war das verschollene Video, was er dort sah, war wohl die krasseste Party aller Zeiten!

Ein junger Mann verkauft Raubkopien von Film-CDs und führt ein bescheidenes und unprätentiöses Leben. Er teilt sich ein Zimmer mit seinen Bauarbeiterkollegen. Bis zu dem Tag, als ihn eine unbekannte Passagierin der Fähre nach einem japanischen Film fragt, von dem er noch nie gehört hat. Während er auf d, aber auf die Passagierin wartet, entwickelt er langsam eine leidenschaftliche Zuneigung, die parallel zu der Geranie wächst, die er aus einem Blatt wachsen lässt. Eines Tages sieht er die Passagierin in einem Café, kann sich ihr aber nicht nähern, um mit ihr zu sprechen. Sein Warten verwandelt sich in eine andere Dimension, in der die Passagierin keine Bedeutung mehr hat. Der Film zeigt nicht nur diese leidenschaftliche Geschichte des jungen CD-Verkäufers, sondern auch eine Ballade auf ein verschwindendes Filmmedium und seine Macher, eine Medienarchäologie der zeitgenössischen Filmkultur in Istanbul.

Northern Malady ist eine Erinnerung an verlorene Dinge: An einen letzten gemeinsamen Urlaub, an den Wind und das Wasser, an Traum und Schweigen.
Im Oktober 2017 ging Gerrit Kuge mit einem 3-köpfigen Team nach Schottland um Bilder für eine Filmidee zu finden, die vor einigen Jahren dort ihren Anfang nahm. Auf einer kleinen schottischen Insel, weit draußen auf dem atlantischen Ozean, wurde das Team fündig. Die rohe Landschaft der schottischen Hebriden bot Bilder, die Kuges Geschichte von taumelnden Erinnerungen im Film vorantreibt.

Die krasseste HfG-Party aller Zeiten, so geht die Legende, wurde zufällig in einem 40-minütigen Homevideo eines unbekannten Hobbyfilmers 1996 für die Nachwelt festgehalten. Die VHS wurde jedoch in einem VHS-Player vergessen und als dieser auf den Dachboden wanderte, war alle Hoffnung verloren, sie je wieder zu finden und nach und nach geriet das Video in Vergessenheit. Fast 30 Jahre später stolperte der Medienkunst-Student Pavel Pudnik über einen Karton mit ausrangierter Technik und fand darin einen VHS-Player. Als er das Gerät anschloss, konnte er seinen Augen nicht glauben, was er sah war das verschollene Video, was er dort sah, war wohl die krasseste Party aller Zeiten!

Der Blick auf eine Baustelle in Karlsruhe, der Stadt der Baustellen.
Seit 2009 entstanden an der HfG die sogenannten „Beobachtungen“. Professor Thomas Heise führte diese Übung ein, bei der zwei formale Vorgaben die Filme prägten: Jeder und jede bekam eine Rolle 16mm-Film (ca. 11 Minuten) zugewiesen und musste etwas beobachten. Es wurde kein Ton aufgenommen und die Filme wurden per Hand im Chemie-Eimer entwickelt.