
Sonntags in der Kirche wird das Abendmahl verteilt, wird Orgel gespielt, wird gesungen. Klassische Heise-Beobachtung.
Seit 2009 entstanden an der HfG die sogenannten „Beobachtungen“. Professor Thomas Heise führte diese Übung ein, bei der zwei formale Vorgaben die Filme prägten: Jeder und jede bekam eine Rolle 16mm-Film (ca. 11 Minuten) zugewiesen und musste etwas beobachten. Es wurde kein Ton aufgenommen und die Filme wurden per Hand im Chemie-Eimer entwickelt. Dieser Film kommt aus der dritten Beobachtungsreihe.

Hier ein sehr erfolgreiches Musikvideo der HfG Geschichte. Rotationsschaltung auf VIVA, MTV, etc. Laut Urteil der HfG Professorenschaft wird hier die Branche mit ihren eigenen Mitteln bekämpft. Konsumkritik als Trojaner mit Sixpack – funktioniert aber erstaunlich gut…
Wie macht man jemandem klar, dass das was er guckt Bullshit ist? Laut Urteil unserer Herren Proffesoren werden wir hier Zeug*innen einer Gesellschaftskritik, bei der die Industrie mit ihren eigenen Waffen geschlagen wird. Oder aber war hier eine Produktion erfolgreich, weil sie das zeigt, was wir alle sehen wollen, wenn wir MTV gucken. Gespenstisch kontrastreiche Behauptungen - die Wahrheit liegt vermutlich wie immer irgendwo in der Mitte.

Der Poet, auf dem höchsten Wipfel sitzend, sinniert über das Nicht-Vollbrachte des Tages an einem 27. September…
HfG-Alumnus David Loscher rezitiert in einem Baum sitzend das Gedicht Der schöne 27. September von Thomas Brasch. In einer 4-minütigen einzigen langen Einstellung kristallisiert sich aus den astigen Silhouetten eine Person, der Künstler, heraus, er schaut durch die Wipfel in den kühlen Karlsruher Abend, er trägt sein Gedicht vor, und steigt zurück auf die Erde.

In dieser Kameraübung ensteht ein Portrait des Südausgangs der Karlsruher Hauptbahnhof. Umso wertvoller fast 20 Jahre später, wo man dort nur noch die Glasfasaden von 1&1 beobachten kann.
Ein kleines Stück Stadtgeschichte: in Eva Hartmanns Beobachtung Südausgang Hauptbahnhof sehen wir den heute völlig zugebauten Hinterausgang des Karlsruher Hauptbahnhofs und verfolgen die Straßenkehrer am alten Busbahnhof. Der Film war Teil einer Kameraübung mit Kamerafrau Jutta Tränkle, die von Thomas Heise eingeladen wurde. Alle Filme wurden damals in Farbe und in 16mm gedreht, der Ton wurde in einem Vertonungs-Seminar hinzugefügt.

In Constantin Nestors Beobachtung wird gefärbt und geschnitten was das Zeug hält. Waschen, legen – und hoffentlich gefällts am Ende.
Seit 2009 entstanden an der HfG die sogenannten „Beobachtungen“. Professor Thomas Heise führte diese Übung ein, bei der zwei formale Vorgaben die Filme prägten: Jeder und jede bekam eine Rolle 16mm-Film (ca. 11 Minuten) zugewiesen und musste etwas beobachten. Es wurde kein Ton aufgenommen und die Filme wurden per Hand im Chemie-Eimer entwickelt. Dieser Film kommt aus der dritten Beobachtungsreihe.

Ein Mann sitzt an einer langen Tafel und wartet. Auf was, das wüssten wir gerne. Doch es bahnt sich etwas an. Da kommt etwas auf ihn zu, es kommt immer näher, es kichert und quietscht, wackelt, es werden immer mehr, sie biegen um die Ecke, reißen Passanten mit sich und dann: “FLATSCH” ! Gefunden wurde es auf der DVD “HfG Trash Filme” und wurde unserer redaktionellen Meinung nach völlig zurecht in diese Sammlung aufgenommen.

Verlorenes und wiedergefundenes Super-8-Material vom World Trade Center. Eine behutsame Annäherung in der Aneignung.
Eva Teppes Ohne Titel ist erschienen auf der DVD-Reihe “HfG-Filme 2001-2003”, herausgegeben von Didi Danquart und Boris Michalski. Zusätzlich zu den gesammelten Filmen gab es dort zu jedem der Filme noch ein kurzes Gespräch zwischen Boris Michalski, Didi Danquart, Bernd Schoch und Nico Hain (damalige Studenten). Bei Wein und Kerzenschein. Ein Format, das unbedingt wieder aufgenommen werden muss!

Ein Audiovisuelles Erlebnis – eigentlich ein Hörstück. Ein Poetryfilm ohne Gedicht – geht das?
Was ist poetisch? Was ist Poesie? – Eine Frage, die während der Auseinandersetzung und der Arbeit am Film für Hendrick Vogel eine wichtige Rolle spielte. Muss es ein Gedicht sein? Welche Bilder sind poetisch? Im vorliegenden Film Lyrics diente als poetisches Element ein Filmzitat aus dem Film Gespenster, entdeckt in der Musik eines schweizer Künstlers (Kalabrese – Cityblues).

Eine Person erfährt Veränderungen in ihrer Umgebung, die Teil einer alternativen Realität werden.
Kurz und Knackig ist der beschreibende Text, genau wie das Video. Wie immer in der Kategorie Poetry-Film liegt auch diesem Film ein Gedicht zu Grunde: “Translation” von Conor O’Callaghan. Zum anderen liegt dem Film zugrunde, dass Valentin Pfister coole Videos machen kann und zwei seiner Freunde (Grischa Erbe, Lukas Hager) nicht weniger coole Musik machen können. Das zusammen ergibt dann einen, wie wir finden, sehr coolen Poetry-Film oder ein cooles Video.

Till zeigt uns was er bei seinem Praktikum bei der Tagesschau so alles getan hat: die Sportnachrichten anmoderiert! Nur einen Satz, da kann ja zum Glück nicht so viel schief gehen… War schon mal sehr schlecht, ja.
Man kann diesen Film nicht wirklich erklären, man kann ihn deuten, man kann ihn als Fan von Till Gombert (wie wir es von der Redaktion sind) genießen, man kann die Augen verdrehen. Und genau darin liegt die Stärke dieser kleinen Exkursion: Sie bringt uns alle zusammen in unserer Kraft hinzunehmen. Aber mal im Ernst: Es ist doch einfach wirklich witzig!

Eine ältere Dame unterzieht sich einem Sehtest. Doch da helfen herkömmliche Sehhilfen nicht mehr, die Oma braucht eine 3D-Brille. Und ihr auch, um dieses Meisterwerk so zu sehen, wie es gesehen werden sollte.
3D – eine Technik, an der sich Generationen von Filmstudierende abgearbeitet haben. Dieses freie Projekt – so nennt man Projekte, die nicht in einem Seminar entstehen – entstand als Kollaboration im Dunstkreis der Medienkunst und setzt sich kritisch und tiefgehend mit der Technik der Stereoskopie und unserer Gesellschaft auseinander. Oder ist es einfach nur ein freies Projekt, das zum Spaß gemacht wurde? Falls ihr keine 3D-Brille habt, schaut mal im 3.OG der HfG, da müssten noch welche rumliegen…

Eine Person unterhält sich mit sich, mit dem Selbst und das gleich drei Mal. Ich, ja, Ich, nein, Ich selbst, Ich, ja, Selbst, Nein, Ich ja, nein, Ich, Selbst, Ja, Nein, Ja, Wir, ja, Wir, Nein, Selbst, Wir…. Meditation pur!
Im Poetry-Film-Seminar von Prof. Stephan Krass entstand 2008 zusammen mit vielen anderen Filmen der Gattung Elmar Farchmins lustige Verfilmung des Gedichtes von Peter Straßberger. Der Name Elmar Farchmin klingt sehr lustig und sein Film steht dem in nichts nach. Hut ab, einer unserer Favoriten des Poetry-Katalogs!

“Wir sind Millionen von Teilchen”, singt der Sänger von newmixage: Dies greift das Video zum Song auf und setzt sich mit den Millionen von Farbteilchen einer Großstadt auseinander.
Vorsicht, es wird hier schnell geschnitten. Der klar strukturierte Rock der Band newmixage (Berlin) bekommt nochmal einen ordentlichen Schub Medienkunst in diesem Musikvideo von 2006. Die Farben der Großstadt sind ganz schön grell und das Tempo schneller als die größte Großstadt. Irgendwie fühlt man sich direkt wie im Club beim krassen Live-Konzert. Da tanzt auch mal einer zu schnell – um so besser – solange die Stimmung passt; und die passt hier auf jeden Fall.

Frühstück. Eine schöne Tasse Kaffe und frisches Obst. Doch dann unterbricht ein Telefonat die Szene und während Jens Willms nicht hinschaut spielen sich die folgenden Szenen ab. Kurz: Der gelbe Spülhandschuh dreht völlig durch – als Jens zurückkommt ist es zu spät…
Gewohnte humoristische Qualität von Altmeister Jens Willms . Wir haben nicht zu wenig erwartet, wir wurden nicht enttäuscht. Kurz und knackig, der Titel sagt nicht zu wenig und nicht zu viel über das, was in diesem kurzen Trickfilm passiert. Alles Quatsch sagt jemand? Na, beweisen kann keiner, was die Dinge tun, wenn man grade nicht hinguckt. Zumindest solange es nicht gefilmt wird. Oder ist das alles nie passiert?

Tanzen bis zum Umfallen! Achtung, die Boxen sind schwer.
Kurz und knackig, der Nagel auf den Kopf: das Musikvideo zu Qwiqwis Kittikitti! Die Band Qwqwi ist gerade aus ihrem fünfjährigen Winterschlaf erwacht und macht Karlsuhe unsicher, ein guter Grund diese Perle wieder auszugraben.

Steinzeit war gestern. Die moderne Technologie ermöglicht schmerzfreie und diskrete Zahnstandkorrekturen. Auch in Weinstadt bei Stuttgart.
Kieferorthopäd*innen haben viel Geld, sagt man zumindest. Dr. Konik aus Stuttgart hat zumindest soviel davon, dass er 18.000€ für ein Werbespot ausgeben kann. Zum Glück, denn so wurde uns dieses Meisterwerk geschenkt, dass immerhin ein Dreivierteljahr Arbeit kostete, sagt man zumindest. Hoffen wir, dass es geholfen hat und dem Doktor mannigfaltige neuen Patient*innen in die Praxis gespült hat. Vielleicht sind dann ja noch einmal 18.000€ da, zum Beispiel für eine neue Website? Oder ein Logo? Möglichkeiten gibt es da viele…

Man kann mit der rund Trölf-Tausend Euro-teuren Arri Alexa Filmkamera super Spielfilme drehen. Man kann aber auch einfach das hier machen… Liebe Grüße zurück!
Gegrüßt worden? Beleidigt worden? Peinliche Stille? Schnell aus dem Gespräch entkommen? Dieser Film passt zu jeder Lebenssituation – und das in einer Rekordzeit von 19 Sekunden! Das ist das Fazit der Kino-Redaktion, aber eine Erklärung, was im Kopf des Meisters wirklich stattgefunden hat können wir nicht liefern. Wieder mal ein Schatz aus den Untiefen des HfG Filmarchivs!

Es ist Flut, ein Boot verschwindet, die Frauen schneiden Hortensien um die Heilige Jungfrau zu empfangen. Unterdessen sammelt Mariña Meeresfrüchte, Iria projiziert Bilder und ihre Großmutter ist in Erinnerungen versunken.

Briefe in einem Karton. Darin findet sich die detaillierte Beschreibung vom Scheitern einer Ehe. Aus den Fragmenten dieser Korrespondenz webt der Film ein intimes und zärtliches Bild einer Beziehung, die zwischen Hoffnung und Zweifel schwebt.

Nina plant ein gemeinsames Wochenende mit Freunden am Strand. Eine scheinbar einfache Angelegenheit, sollte man meinen. Doch es ist komplizierter als sie gedacht hatte.