
Gerade als Journalist Philip Winter nach einer erfolglosen Reportagereise resigniert aus den USA abreisen möchte, lernt er Lisa und deren achtjährige Tochter Alice am Flughafen kennen. Nach einer gemeinsamen Nacht stellt Philip fest, dass Lisa verschwunden ist, ihre Tochter aber bei ihm zurückgelassen hat. Er findet lediglich eine Nachricht, in der Lisa ihn bittet, Alice mit nach Amsterdam zu nehmen. Als Lisa am vereinbarten Treffpunkt in Amsterdam nicht auftaucht, macht Philip sich gemeinsam mit Alice auf eine Reise quer durch Deutschland, um Alices Großmutter zu finden ...

Frisch aus der Klinik entlassen läuft Sonia mit ihrem Neugeborenen im Arm durch die Straßen einer trostlosen Industriestadt. Sie ist auf der Suche nach Bruno, dem Vater des Kindes. Ihre Wohnung hat er untervermietet und Anrufe auf seinem Handy bleiben unbeantwortet. Als Sonia Bruno endlich findet und ihn mit seinem Sohn konfrontiert, zeigt sich der jugendliche Kleinkriminelle und Überlebenskünstler zunächst wenig beeindruckt. Sein mangelndes Verantwortungsgefühl führt sogar dazu, dass er scheinbar völlig ungerührt und kopflos das Kind heimlich für 5000 Euro an einen anonymen Kinderhändler verkauft. Als Sonia erfährt, was geschehen ist, bricht sie zusammen. Erst jetzt beginnt Bruno die Abscheulichkeit seiner Tat zu begreifen. Er spürt erstmals sein Gewissen und setzt alles daran, seinen Sohn zurück zu bekommen.

Mark ist ein Junkie. Sein Revier ist ein trister Teil Edinburghs, und sein grauer Alltag dreht sich von morgens bis abends um den nächsten Schuss. Irgendwann, so glaubt er, wird er einmal davon loskommen, aber mit kaputten Freunden wie Sick Boy, Spud und Begbie ist daran gar nicht zu denken. Was immer er versucht, er scheitert kläglich, bis sich eines Tages die Chance seines Lebens bietet – in Form von zwei Kilo seines Lieblingspulvers allerfeinster Qualität…

Der Zirkusclown Metulski hat dem Kunstsammler und Freak Nihil Baxter sein Auto verkauft. Als Baxter bemerkt, das dieser ihn mit dem Auto übers Ohr gehauen hat, erschlägt er Metulski mit einer Statue. Kommissar 00 Schneider und sein Kollege Körschgen ermitteln in dem Mordfall und kommen schon bald dem exzentrischen Nihil Baxter auf die Schliche...

Erlebnisse einer jungen jüdischen Frau, die aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland geflohen ist und auch dort in der Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, die sie nicht annimmt, ständig auf der Flucht bleibt.

Das von ritualisierten Umgangsformen, Sprachlosigkeit und Langeweile geprägte Zusammensein einer Gruppe junger Leute wird vom Auftauchen eines griechischen Gastarbeiters kurzzeitig belebt, indem man sich gegen den Fremden zusammentut und ihn zum Opfer gewalttätiger Exzesse macht.

Liliputaner Hans tritt in einem kleinen Zirkus auf und ist mit einer ebenfalls Kleinwüchsigen verlobt, aber eigentlich in die Trapezkünstlerin Cleopatra verliebt. Die wiederum, Geliebte des Athleten Hercules, treibt eine Weile ihre Spielchen mit Hans - bis sie entdeckt, dass dieser ein reicher Mann ist. Mit Hercules fasst sie einen fiesen Plan, nicht ahnend, dass die Rache der "Freaks" bitter sein wird.

Die Studenten Jim Morrison und Ray Manzarek gründen am Strand von Venice die Rockgruppe The Doors. Nach skandalumwitterten Auftritten gelingt den Doors im "Summer of Love" der Durchbruch. Der todessehnsüchtige Morrison steigert sich in Alkohol- und Drogenexzesse und hat - trotz seiner Bindung an Pamela - unzählige Frauengeschichten. Der körperliche Raubbau beeinträchtigt die Qualität der Musik. Als Morrison bei einem Konzert in Florida 1969 angeblich die Hosen runterläßt, sind die Doors bereits ausgebrannt. Fett und aufgeschwemmt verläßt Morrison die Band, um in Paris auf den Spuren Beaudelaires zu wandeln. Im Juli 1971 findet man Morrison 27jährig tot in seinem Hotel.

Vom Hasch kam sie zum Heroin. Die Sucht zwang sie auf den Strich zu gehen. Sie erlebte den Himmel und sie erlebte die Hölle. Christiane F.. Mit 14 Jahren hatte sie schon alles durchgemacht, was in der Szene los war. Mit 15 Jahren war sie am Ende. Rauschgift, die Droge, die vermeintlich "Freiheit" verschafft, bietet letztendlich doch nur Siechtum und Tod. Christiane F. schaffte den Ausstieg aus der Szene. Viele andere aber bleiben zurück und setzen sich eines Tages den letzten, den "goldenen Schuß". Sie sind noch Kinder und haben doch schon ihre ganze Zukunft verspielt.

Der wohlhabende Pferdezüchter David Braxton lässt Sandy, ein Mitglied von Tom Logans Bande von Pferdedieben, aufhängen, nachdem dieser in flagranti erwischt wurde. Logan beschließt nun zusammen mit seinen Kameraden, Braxton nach und nach zu ruinieren. Sich als harmloser Farmer ausgebend, kauft er ihm ein Stück Land ab, um eine Ranch aufzubauen. Während er mit dem alten Braxton über den Kauf verhandelt, hat Logans Bande dessen Vorarbeiter aus Rache an demselben Baum aufgehängt, an dem ihr Freund gestorben ist. Die Konsequenzen lassen nicht lange auf sich warten. Braxton engagiert den exzentrischen Regulator Robert E. Lee Clayton. Der selbsternannte Gesetzeshüter soll das Problem mit den Viehdieben endgültig lösen.

Die Sterne stehen schlecht für den Hollywood-Produzenten Griffin Mill. Zum einen sitzt dem Erfolgsverwöhnten ein Konkurrent im Nacken, zum anderen erhält er per Post laufend mysteriöse Morddrohungen. Er verdächtigt den Drehbuchautor David Kahane. Bei einer Aussprache zwischen den beiden kommt es zum Streit, Kahane stürzt – und ist tot. In der Hoffnung, ungeschoren davonzukommen, täuscht Mill einen Raubüberfall vor. Im Verhör durch Detecitve Avery streitet er natürlich alles ab. Bei Kahane’s Beerdigung lernt er dessen Freundin June kennen und eine heiße Liebesgeschichte beginnt. Als die Polizei jedoch eine Zeugin des Mordes präsentiert, scheint die Katastrophe unabwendbar.

Der liebenswerte neunjährige Gérard wird nach der Schule regelmäßig von seinem Onkel Monsieur Hulot zu seinen Freunden begleitet, die auf der Straße ihre Scherze mit Passanten treiben und auf Spielplätzen herumtollen. Sehr zum Missfallen von Gérards Mutter Madame Arpel die ihren Haushalt klinisch rein führt und eine Abneigung gegen jegliche Art von Schmutz hat. Da Gérards Vater Charles als Generaldirektor einer Kunststofffabrik arbeitet und meist keine Zeit für ihren Sohn hat, ist Monsieur Hulot nicht nur Gérards bester Freund, sondern auch eine Vaterfigur. Hulots Schwester sorgt sich um den schlechten Einfluss auf ihren Sohn und startet den Versuch, ihn mit ihrer Nachbarin zu verkuppeln und einen Job in Charles Kunststofffabrik zu verschaffen.

Jeffrey findet ein abgeschnittenes Ohr – ein alptraumhafter Trip in die Welt von Sex, Gewalt und Sado-Maso beginnt. Auf der Suche nach einem vermeintlichen Verbrecher dringt er heimlich in die Wohnung der erotischen Nachtclub-Sängerin Dorothy ein. Entsetzt wird er Zeuge einer Vergewaltigung und findet heraus, dass sie von dem perversen Lüstling erpresst wird, der ihren Mann und ihr Kind als Geiseln genommen hat. Zusammen mit der Tochter des Sheriffs, die ihn mit Tipps versorgt, gerät Jeffrey in einen Teufelskreis von Perversionen, in den auch die örtliche Polizei und eine Rauschgiftbande verstrickt sind. Als Jeffrey entdeckt wird, ist es zu spät um auszusteigen. Aus seinem Detektivspiel wird ein Kampf um Leben und Tod …

Durch Zufall gerät die zurückhaltende Karen in eine Gruppe junger Leute, die sich zu einem radikalen Experiment entschieden hat. Angestachelt vom Spießerhasser Stoffer geben sie sich in der Öffentlichkeit als "Idioten" aus und provozieren bei so genannten "Behindertenausflügen" durch lautes, aggressives Verhalten ihre Mitmenschen. Karen wird sofort in die unkonventionelle Kommune integriert, die gemeinsam in ein leer stehendes Haus gezogen ist, wo sie alle Freiheiten bis hin zum Gruppensex hemmungslos auslebt. Als Stoffer seine Anhänger tiefer in das Experiment drängt und fordert, auch in privaten und beruflichen Beziehungen den "Idioten" zu spielen, zerfällt die Gruppe. Alle geben auf, bis auf eine...

Ghost Dog lebt über der Welt – in einer selbstgebauten Hütte neben einem Taubenschlag auf dem Dach eines verlassenen Gebäudes. Er ist ein professioneller Killer und durchwandert, lautlos und ungesehen, die Stadt – wird eins mit der Nacht. Sein Leitfaden ist ein alter Verhaltenskodex der japanischen Kriegerkaste – der Samurai. Als sein Leben auf dramatische Weise von einer zerrütteten Mafiafamilie bedroht wird, die gelegentlich seine Dienste in Anspruch nimmt, reagiert er streng nach dem Kodex – dem Weg des Samurai ...

Almodóvar erzählt die Geschichte von zwei verhinderten Lieben und scheut dabei nicht die Auseinandersetzung mit brisanten moralischen Themen. Wie bei dem spanischen Regisseur üblich, stehen auch hier die Frauen im Mittelpunkt der Handlung. Und dennoch ist es eine Männerfreundschaft, die daraus entspringt.

Westberlin 1978. Ein Haufen gelangweilter Aussteiger verübt aus Protest eine Reihe von Anschlägen. Was die Möchtegern-Terroristen nicht ahnen: Sie werden manipuliert. Ein internationaler Computerkonzern nutzt ihre Aktionen geschickt für seine eigenen Zwecke. Der Staat soll gezwungen werden, neue Fahndungscomputer zu kaufen. Regisseur Rainer Werner Fassbinder inszenierte mit einer hervorragenden Besetzung diesen Film, der die Absatzstrategien international operierender Konzerne und die Unmenschlichkeit von Überwachungsstaaten anprangert.

Ricky wird aus der Psychiatrie entlassen und will eine Familie gründen. Doch seine Erwählte, die frühere Erotikdarstellerin Marina, beachtet den infantilen jungen Mann nicht. Kurz entschlossen überfällt er sie in ihrer Wohnung, um sie dort so lange festzuhalten, bis sie sich in ihn verliebt. Marina ist zu Tode erschrocken über den Verrückten, der sie knebelt und ans Bett fesselt. Wider Erwarten erkennt sie in ihrem Peiniger jedoch einen sensiblen Mann, der sie aufrichtig liebt. Als Marina endlich mithilfe ihrer Schwester die Flucht gelingt, hat Ricky längst ihr Herz erobert.

ZENDEGI VA DIGAR HICH ist eine berührende Reise durch das ländliche Iran nach dem verheerenden Beben von 1990. Ein Regisseur und sein Sohn fahren durch zerstörte Dörfer, um Schauspieler seines letzten Films aufzusuchen. Dabei begegnen sie Überlebenden, die trotz des Unglücks ihr Leben fortsetzen. International preisgekrönt, verbindet Kiarostami Dokumentar- und Spielfilmelemente zu einer bewegenden Meditation über Widerstandskraft und den unaufhaltsamen Fluss des Lebens. Minimalistische Erzählweisen, langsame Kamerafahrten und natürliches Licht verbinden Filmpoetik mit Realitätsnähe durch improvisierte Dialoge und Amateurschauspiel und erfassen so die menschliche Fähigkeit, sich von der Katastrophe erholen und weitermachen zu können.

Die Bewohner eines Erziehungsheimes in einer abgelegenen kargen Provinz planen einen Ausflug. Aus disziplinarischen Gründen dürfen einige der kleinwüchsigen Insassen nicht teilnehmen. Die Zurückgelassenen nutzen die Abwesenheit des Direktors und der meisten seiner Zöglinge zum Ausbruch aus der gewohnten Ordnung. Ohne angreifbaren Gegner von außen, reagieren die Zwerge mit blinder Wut und ziellosen Vernichtungsaktionen. Der Aufsicht führende Erzieher nimmt einen der Rädelsführer in Gewahrsam und verschanzt sich auf dem Gelände. Als die Aggression der Aufrührer auch untereinander zunimmt und sinnlose Aktionen im Kreis laufen, bricht die Revolte schließlich zusammen. Der Film schildert den eigenwilligen Ausbruchsversuch aus den Hierarchien und Konventionen der umgebenden Ordnung. Mit irritierenden, oft surrealistischen Bildfolgen lässt Werner Herzog konventionelle Erzähldramaturgien hinter sich und strebt nach Grenzüberschreitung.