
Ein liebenswerter Vagabund verliebt sich in eine blinde Blumenverkäuferin und tut alles, um ihr zu helfen. Slapstick und zarte Momente wechseln sich mit Beobachtungen des pulsierenden Stadtlebens ab, alles ohne ein gesprochenes Wort. Chaplins bekanntes Diktum, wonach ein Film wie ein Baum sei – man müsse ihn schütteln, damit alles Überflüssige abfalle und nur die grundlegende Gestalt übrig bleibe – findet sich in City Lights wohl aufs Schönste umgesetzt.
Lange nachdem der Tonfilm den Markt erobert hatte, hielt Chaplin bewusst am Stummfilmformat fest und erweiterte es um Geräuscheffekte und Musik, die er selbst komponierte. Die Kombination aus choreografierter, körperlicher Komik und emotionaler Tiefe, der Wechsel zwischen Lachen und Ernst, macht deutlich, wie sehr Chaplins Werk auf nonverbaler Kommunikation, rhythmischer Bewegung und der Kunst der Pantomime beruht. Qualitäten, die bis heute inspirieren! Zwar kein Debut, aber unser erster Film, den wir im Blauen Salon gezeigt haben, markiert unser zehnjähriges Jubiläum!

Die Jungs halten mit ihren Frauen und dem gichtgeplagten Onkel Edgar ein Sonntagspicknick ab. Das Picknick läuft alles andere als wie geplant ab.

Das kleine und abgelegen Dorf San Miguel in New Mexiko ist von zwei rivalisierenden Gangsterfamilien gespalten. Die angloamerikanische Baxter- und die mexikanische Rojo-Familie liefert sich einen Bandenkrieg, unter dem alle Einwohner des beschaulichen Städtchens zu leiden haben. Doch dann betritt ein einsamer Reiter namens Joe die Stadt, der mit dem Colt umzugehen weiß, wie kein Zweiter und bietet den beiden Klans an, für sie zu arbeiten. Ohne das sie davon wissen, kassiert der Fremde von beiden Seiten ein dicken Batzen Geld ein, doch als Ramón, der Anführer der Rojos-Familie hinter den Bluff kommt, lässt er den Cowboy brutal foltern. In letzter Sekunde schafft es Joe sich zu befreien und zu fliehen. Nachdem er sich einige Zeit in einer entlegenen Höhle regeneriert hat, kehrt der Revolverheld zurück, um mit dem Klan und insbesondere mit Ramón abzurechnen

Der Film beschreibt den Alltag des Fischverkäufers Teddy Schu. Um sich und seine Frau Jaqueline über Wasser zu halten, muss er zudem für die Agentur Señora Fuck unter dem Namen Rodriguez Faszanatas als Mann für gewisse Stunden sowie in den frühen Morgenstunden als Zeitungsausträger arbeiten. Abends trifft er sich bisweilen mit einem Obdachlosen ohne Namen, der sein Gedächtnis verloren hat, unter einer Brücke und philosophiert über die Ausweglosigkeit des Alltags.

Harold ist sehr erfinderisch, wenn es um sein Hobby geht: die Inszenierung seines Selbstmordes – am Strick, im Pool, in einem Gemetzel, durch eine Explosion. Nutzniesserin (wie sich sein Psychiater ausdrückt) ist in erster Linie seine reiche und dominante Mutter. Sein zweites Hobby ist nicht minder morbid: Er besucht Beerdigungen von Menschen, die er nicht kennt. Diese Vorliebe teilt er mit der keineswegs morbiden, sondern äusserst lebenslustigen Maude. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Ach ja, übrigens: Sie ist sechzig Jahre älter als er.

Gleich nachdem Jake Blues aus dem Gefängnis entlassen wird, besuchen er und sein Bruder Elwood das Waisenhaus, in dem sie großgezogen wurden. Dort müssen sie erfahren, dass das Waisenhaus an das Kultusministerium verkauft werden soll. Es gibt nur eine Chance auf Rettung: Innerhalb von elf Tagen muss die Grundsteuer bezahlt werden. Die Brüder beschließen das Geld aufzutreiben, indem sie ihre alte Blues-Band wieder zusammenstellen und ein großes Konzert geben.

Mit Schwarzgeld wird Jackie Brown am Flughafen gestellt. Das FBI wittert die große Chance, durch Jackies Aussage einen Schmuggler-Ring auszuheben. Die Cops sind bereit, Jackie laufen zu lassen, wenn sie den Namen ihres Auftraggebers preisgibt. Die Entscheidung fällt ihr schwer, denn Ordell Robbie, ihr Boss und Drahtzieher der dubiosen Waffen-Schmuggel-Geschäfte, würde sie umbringen, wenn er Wind von einem Deal mit dem FBI bekäme. Bevor sie sich entscheiden kann, kommt alles ganz anders: Sie lernt den Kautionsvermittler Max Cherry kennen. Die beiden schmieden einen Plan, und plötzlich hat Jackie die Idee, wie es ihr gelingen könnte, Ordell gegen die Polizei auszuspielen ...

Nana ist eine mittellose junge Frau, die in Paris ein bescheidenes Leben führt. Als ihr Traum von der Schauspielerei platzt, entschließt sie sich, als Prostituierte zu arbeiten. Avantgardistischer Film-Essay von Godard mit seiner damaligen Ehefrau Anna Karina in der Hauptrolle. Durch Aufteilen des Films in 12 Kapitel sowie einen Gegensatz von Bild und Ton wird der Zuschauer dem Verfremdungseffekt unterzogen und zum aktiven Mitdenken angeregt.

Mit einer Abtreibungspraxis ernährt Roswitha ihre Familie, um sich selbst mehr Kinder leisten zu können. Komplizierte Fälle vermittelt sie gegen Provision an einen bekannten Arzt. Eine Konkurrentin Roswithas hat einen Fehler gemacht. Der Arzt hält Roswitha für schuldig. Roswitha verwischt alle Spuren – ihr Mann ist vorübergehend an ihrer Stelle festgenommen worden. Er wird entlassen und muss nun selbst die Familie ernähren. Roswitha sucht neue Wege; sie wird politisch aktiv. Auf der Suche nach Gelegenheiten, sich kämpferisch zu betätigen, entdeckt sie, dass der Betrieb ihres Mannes stillgelegt werden soll. In geheimen Recherchen und Auslandreisen dokumentiert sie die Stilllegung, die von der Direktion schon wieder aufgegeben wurde. Sie verteilt Flugblätter. Ihr Mann wird entlassen. Nun muss wieder Roswitha die Familie ernähren. Vor einer Fabrik hat sie einen Kiosk errichtet. Sie verkauft Würste, die sie in Informationsschriften einwickelt.

Frankfurt am Main, Sommer 1978: Elvira Weishaupt, eine trans Frau, rekapituliert ihr Leben, die Kindheit des Knaben Erwin im Kloster, die Arbeit als Schlachter, die Ehe mit Irene, der Tochter des Metzgermeisters, und die Operation in Casablanca. Doch auch die Geschlechtsangleichung hat Elvira kein glücklicheres Leben gebracht. Weiterhin erfährt sie nur Ablehung: Von ihrem Freund Christoph wurde sie verlassen, die Tochter hat sich abgewendet und der Mann, für den sich Erwin hat operieren lassen, will nun auch die Frau Elvira nicht lieben. So streift sie die letzten fünf Tage ihres Lebens gemeinsam mit der „Roten Zora“ durch das albtraumhafte Frankfurt.

Der Film beginnt mit Aufnahmen von Wandmalereien und einem brennenden Gegenstand, der aber nicht zu erkennen ist. Danach beginnt die Reise von der unberührten Natur in die Hektik der modernen Grossstadt. Durch New York, Los Angeles und San Francisco hasten die Menschen, strömen die Blechlawinen, und darüber türmen sich die Gebäude. Impressionen von zerfallenen Wohnsilos folgen, Gebäude stürzen ein, alles untermalt von der betörenden und minimalistischen Musik von Philip Glass.