
Ein Musikvideo für die Karlsruher Band Kammerflimmer Kollektief: ein nächtlicher Streifzug durch die Stadt und ein Blick in die Fenster der Anderen. Es ist kein Geheimnis, dass das Kammerflimmer Kollektief und Bernd Schoch einander zugetan sind: sie steuerten die Musik zu einiger seiner Filme bei, zuletzt zu Olanda, der 2019 den dokKa-Preis der Stadt Karlsruhe gewann. Im Gegenzug schenkte ihnen Bernd Schoch dieses Musikvideo, das nach einer langen Fahrt durch die dunkle Nacht schließlich in einem der vielen Fenster die Band entdeckt und sich vor dem Fenster dazusetzt.

2008 – auf dem Höhepunkt der Finanzkrise – besucht der damalige Bundespräsident Horst Köhler die HfG. Dort bekommt er eine exklusive Führung von Peter Weibel und Peter Sloterdijk…
Lehrreicher kann eine Führung kaum sein, hat man hier doch die Möglichkeit, Geistesgrößen wie Peter Sloterdijk und Peter Weibel über die Schulter zu schauen. Der damalige Bundespräsident besucht die HfG; deren Student René Frölke hielt in konzentriertem Schwarzweiß fest, wie der improvisierte Medienkunstdiskurs der genannten Herren von der Sehnsucht nach Besinnung zur Realwirtschaft eingefärbt wird.

Irgendwann in der Zukunft: Die Menschheit ist am Ende, die Verdammten schleppen ihre sterbenden Körper an die Meere, weil sie sich dort Heilung erhoffen. Die Strände sind zu Friedhöfen geworden. Androiden werden für den Untergang der Menschheit verantwortlich gemacht und Jäger werden ausgesandt, um diese zu zerstören. An einem der Friedhofsstrände kommt es zwischen einer Jägerin und einem Totengräber zum Kampf um einen Androidenjungen.
Der Kurzfilm spielt in einer düsteren Zukunft: Die Menschheit ist am Ende, die Verdammten schleppen ihre sterbenden Körper an die Meere, weil sie sich dort Heilung erhoffen. Die Strände sind zu Friedhöfen geworden. Androiden werden für den Untergang der Menschheit verantwortlich gemacht und Jäger werden ausgesandt, um diese zu zerstören. An einem der Friedhofsstrände kommt es zwischen einer Jägerin und einem Totengräber zum Kampf um einen Androidenjungen.

Was soll man sagen … Es ist der Techno Viking! Aber was hat denn der mit der HfG zu tun, fragen sich vermutlich einige. Kommt vorbei und findet es raus.

Der zweidimensionale Ball aus Pong – der Urmutter aller Videospiele – stiehlt sich in den dreidimensionalen Raum der HfG und richtet dort allerhand Unheil an – eine animierte Momentaufnahme der HfG aus dem Jahre 2005.
In ihrem Stop-Motion Film halten Annabel Angus, Jens Gerstenecker, Patrick Hilss und Katrin Uecker vermutlich ohne es zu wissen ein Stück HfG fest. Der weiße Ball führt uns durch die HfG, wir sehen Menschen, die die meisten nicht mehr kennen werden. Einige sicher schon tot, doch an diesem schönen Sommertag im Jahre 2005 waren sie sicher froh, dass der öde Hochschuljob wieder mal von den frechen Späßen der Studierenden gestört wird!

Ein Film über spontane Entscheidungen im Alltag. Interessant ist die Struktur des Filmes, der aus zwei jeweils am Stück durchgedrehten Versionen besteht.
Ein eigenwilliges Stück HfG-Filmgeschichte. Interessant ist laut Klappentext die Struktur des Films, der aus zwei jeweils am Stück gedrehten Fassungen besteht. Einmal “Normal” und einmal “Nonsens”. Zeitweilens kommt jedoch der Verdacht auf, dass hier eine generelle Lust zu Letzterem beim Dreh vorhanden war, egal welche Version. Allen die gerne Katzenfutter essen, Mofas lieben, und Spülmittel trinken sei dieser Film besonders empfohlen.

1992 wurde die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe in Grünwinkel eröffnet. Der spätere HfG-Professor Stephan Krass war für den SWR mit dabei.
Als Krass 1992 für das Kulturmagazin Bizz eine Kurzreportage über die Eröffnung der HfG drehte, konnte er vermutlich noch nicht wissen, dass er einige Jahre später an der selben Hochschule – mittlerweile umgezogen in das ehemalige Fabrikgebäude der IWKA – selbst unterrichten würde.

Die Opernsängerin präsentiert den Erfolg ihrer Speed-Diät und gibt hilfreiche Tipps bei Folgeproblemen. Die zurückhaltende Brünette trifft auf den charismatischen Macho, der versucht sie aus dem Netz ihrer Unsicherheit zu locken. Ihre gemeinsame Odyssee führt sie auf eine einsame Insel, an einen Swimmingpool bei Nacht und in ein dionysisches Badezimmer. Zu blöd nur, dass sie ein Fisch ist, der Angst vor dem Meer hat. Die Rothaarigen begegnen sich auf der Tanzfläche und sprechen wie aus einem Mund. Die Magie trägt sie fort, doch warum muss ausgerechnet dann der Schizophrene im Urwald auftauchen? Und dann ist da noch der Nachtportier, der in der Personaltoilette des Hotels heimlich tanzt. Er ist offensichtlich in die hübsche Kellnerin vom Diner um die Ecke verknallt, doch während er sie über die Buchdeckel seines Camus- Schmökers anschmachtet, erscheint plötzlich der Fremde und alle nehmen eine andere Richtung …

Purpur ist ein experimenteller Blick auf die Geschlechterfrage im Filmgeschäft und erzählt die Geschichte einer Filmfigur, die sich gegen ein überholtes Frauenbild und ein diskriminierendes System auflehnt. Isana ist die fiktive Hauptfigur einer Filmproduktion. Sie erhält Anweisungen in Form von Drehbuchseiten. Doch sie will aus dem ihr vorgeschriebenen Leben ausbrechen und es selbst bestimmen.

Die alte Welt ist verschwunden. Unsere Landschaft trägt Narben. Ganze Städte sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Ist es möglich, die Stadt zu erneuern, ohne die Warnungen vor den Angriffen des Krieges zu überdecken? Oder können diese Ruinen eine einmalige Chance bieten, die Stadt von Grund auf neu zu erfinden? Der Kunsthistoriker Heinrich Klotz hat genau diese Fragen, die den Wiederaufbau der historischen Stadtteile in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg betreffen, zum Ausgangspunkt seiner Praxis gemacht.

A gust of wind moves the curtain by the open window. How powerful words can be. And how vivid the memories are. In an unfamiliar environment, a young Italian woman longs for the past.

Wie verändert sich die Darstellung von Krieg in Zeiten von Smartphones und Internet? Dieser
Dokumentarfilm verwendet ausschließlich YouTube-Material, das von Soldaten, Journalisten, Zivilisten oder Kriegsgebietstouristen gefilmt wurde, um den absurden globalen Kriegsschauplatz und seine Darstellung durch GoPro-Kameras, Fernsehen und VLOGs zu porträtieren. Eine Studie über die moderne Kriegsästhetik, die Förderung der Romantisierung und Glorifizierung des Krieges.

Am Wochenende wird der Aussiedlerhof einer jungen Familie zum Treffpunkt eines großen Freundeskreises. Die ungestüme Kindergruppe entwickelt ihre eigene, kindlich brutale Dynamik. Machtspiele und ständiges Kräftemessen treibt sie voran. So wird sich ins Kriegsspiel vertieft, aufeinander geschossen, sich ausgetrickst und lustig gemacht. Die neunjährige Moni steht als Jüngste der Gruppe am Ende der sozio-dynamischen Nahrungskette.Die Anziehung zur Freundin ihrer älteren Schwester und die Frage ob ihr Vater wirklich Monis Vater ist bilden das Grundrauschen eines Wochenendes das sich über eine Ewigkeit zu erstrecken scheint. Ein Film über die schmerzvolle Schönheit des Erwachsenwerdens.

Drei junge Kino Enthusiasten machen einen Roadtrip und besuchen verschiedene Kinos um alte, analoge Technik zu retten. Dabei kommen die ganz eigenen und bald vergessenen Geschichten der Kinobetreibenden aus der damaligen Zeit wieder zutage. Entstanden ist eine besondere Momentaufnahme des Kinos, zehn Jahre nach der Digitalisierung, mitten in einer Pandemie, mit vielen Geschichten aus den “guten alten Zeiten” und trotzdem nicht nur Nostalgie. Mit den Sorgen ob der ungewissen Zukunft des Kinos aber auch der Zuversicht vieler leidenschaftlich tätigen Kinomachenden. Und auch ein Porträt von drei anachronistischen jungen Menschen, die im Jahr 2020 noch völlig für das längst verstorbene analoge Kino brennen und deshalb entgegen allem Zeitgeist das Alte wieder zu neuem Leben erwecken. Der Titel “This is not the End” spielt dabei auf den Kerngedanken an: Das analoge Kino ist solange nicht ganz beendet wie es noch Menschen gibt, die sich damit weiter befassen, es nicht nur konservieren sondern weiter benutzen.

Die Menschheit hat noch 8 Minuten, dann wird die Erde ausgelöscht. Flucht ist unmöglich. In den letzten Hitze Jahren vor dem Sonnentod sind die Reste der Menschheit unter die Erdoberfläche geflohen. Angeschlossen an die “Traummaschine”, die jede Fantasie simulieren kann und die Zeitwahrnehmung dehnt, wurde die physische durch die digitale Welt ersetzt. Hier werden die letzten 8 Minuten zu 12 000 Jahren.David und Lena sind ein Liebespaar in dieser simulierten Welt. Nach einem Sonnensturm, indem Davids Körper verbrannt ist, startet Lena ein Abbild von Davids Bewusstsein, aber das Backup ist fehlerhaft und verwirrt.