
Eine ältere Dame unterzieht sich einem Sehtest. Doch da helfen herkömmliche Sehhilfen nicht mehr, die Oma braucht eine 3D-Brille. Und ihr auch, um dieses Meisterwerk so zu sehen, wie es gesehen werden sollte.
3D – eine Technik, an der sich Generationen von Filmstudierende abgearbeitet haben. Dieses freie Projekt – so nennt man Projekte, die nicht in einem Seminar entstehen – entstand als Kollaboration im Dunstkreis der Medienkunst und setzt sich kritisch und tiefgehend mit der Technik der Stereoskopie und unserer Gesellschaft auseinander. Oder ist es einfach nur ein freies Projekt, das zum Spaß gemacht wurde? Falls ihr keine 3D-Brille habt, schaut mal im 3.OG der HfG, da müssten noch welche rumliegen…

Eine Person unterhält sich mit sich, mit dem Selbst und das gleich drei Mal. Ich, ja, Ich, nein, Ich selbst, Ich, ja, Selbst, Nein, Ich ja, nein, Ich, Selbst, Ja, Nein, Ja, Wir, ja, Wir, Nein, Selbst, Wir…. Meditation pur!
Im Poetry-Film-Seminar von Prof. Stephan Krass entstand 2008 zusammen mit vielen anderen Filmen der Gattung Elmar Farchmins lustige Verfilmung des Gedichtes von Peter Straßberger. Der Name Elmar Farchmin klingt sehr lustig und sein Film steht dem in nichts nach. Hut ab, einer unserer Favoriten des Poetry-Katalogs!

“Wir sind Millionen von Teilchen”, singt der Sänger von newmixage: Dies greift das Video zum Song auf und setzt sich mit den Millionen von Farbteilchen einer Großstadt auseinander.
Vorsicht, es wird hier schnell geschnitten. Der klar strukturierte Rock der Band newmixage (Berlin) bekommt nochmal einen ordentlichen Schub Medienkunst in diesem Musikvideo von 2006. Die Farben der Großstadt sind ganz schön grell und das Tempo schneller als die größte Großstadt. Irgendwie fühlt man sich direkt wie im Club beim krassen Live-Konzert. Da tanzt auch mal einer zu schnell – um so besser – solange die Stimmung passt; und die passt hier auf jeden Fall.

Frühstück. Eine schöne Tasse Kaffe und frisches Obst. Doch dann unterbricht ein Telefonat die Szene und während Jens Willms nicht hinschaut spielen sich die folgenden Szenen ab. Kurz: Der gelbe Spülhandschuh dreht völlig durch – als Jens zurückkommt ist es zu spät…
Gewohnte humoristische Qualität von Altmeister Jens Willms . Wir haben nicht zu wenig erwartet, wir wurden nicht enttäuscht. Kurz und knackig, der Titel sagt nicht zu wenig und nicht zu viel über das, was in diesem kurzen Trickfilm passiert. Alles Quatsch sagt jemand? Na, beweisen kann keiner, was die Dinge tun, wenn man grade nicht hinguckt. Zumindest solange es nicht gefilmt wird. Oder ist das alles nie passiert?

Tanzen bis zum Umfallen! Achtung, die Boxen sind schwer.
Kurz und knackig, der Nagel auf den Kopf: das Musikvideo zu Qwiqwis Kittikitti! Die Band Qwqwi ist gerade aus ihrem fünfjährigen Winterschlaf erwacht und macht Karlsuhe unsicher, ein guter Grund diese Perle wieder auszugraben.

Steinzeit war gestern. Die moderne Technologie ermöglicht schmerzfreie und diskrete Zahnstandkorrekturen. Auch in Weinstadt bei Stuttgart.
Kieferorthopäd*innen haben viel Geld, sagt man zumindest. Dr. Konik aus Stuttgart hat zumindest soviel davon, dass er 18.000€ für ein Werbespot ausgeben kann. Zum Glück, denn so wurde uns dieses Meisterwerk geschenkt, dass immerhin ein Dreivierteljahr Arbeit kostete, sagt man zumindest. Hoffen wir, dass es geholfen hat und dem Doktor mannigfaltige neuen Patient*innen in die Praxis gespült hat. Vielleicht sind dann ja noch einmal 18.000€ da, zum Beispiel für eine neue Website? Oder ein Logo? Möglichkeiten gibt es da viele…

Man kann mit der rund Trölf-Tausend Euro-teuren Arri Alexa Filmkamera super Spielfilme drehen. Man kann aber auch einfach das hier machen… Liebe Grüße zurück!
Gegrüßt worden? Beleidigt worden? Peinliche Stille? Schnell aus dem Gespräch entkommen? Dieser Film passt zu jeder Lebenssituation – und das in einer Rekordzeit von 19 Sekunden! Das ist das Fazit der Kino-Redaktion, aber eine Erklärung, was im Kopf des Meisters wirklich stattgefunden hat können wir nicht liefern. Wieder mal ein Schatz aus den Untiefen des HfG Filmarchivs!

Es ist Flut, ein Boot verschwindet, die Frauen schneiden Hortensien um die Heilige Jungfrau zu empfangen. Unterdessen sammelt Mariña Meeresfrüchte, Iria projiziert Bilder und ihre Großmutter ist in Erinnerungen versunken.

Briefe in einem Karton. Darin findet sich die detaillierte Beschreibung vom Scheitern einer Ehe. Aus den Fragmenten dieser Korrespondenz webt der Film ein intimes und zärtliches Bild einer Beziehung, die zwischen Hoffnung und Zweifel schwebt.

Nina plant ein gemeinsames Wochenende mit Freunden am Strand. Eine scheinbar einfache Angelegenheit, sollte man meinen. Doch es ist komplizierter als sie gedacht hatte.

In einem Pariser Institut wird der Weltraum erforscht – Ein Dokumentarfilm über wissenschaftliche Forschung und über die Schönheit des abstrakten Denkens.

Das Gebäude in der Lorenzstraße. Wer war Herr Lorenz, was ist der Hallenbau A, was ist hier passiert?! Patronenwald arbeitet die Geschichte der Munitionsfabrik auf, des Gebäudes, in dem seit den 90er Jahren die HfG, das ZKM und die Städtische Galerie beheimatet sind.
Sebastian Drost erschließt in seinem Dokumentarfilm die Geschichte der Fabrik und der „Fremdarbeiter“. Mit authentischem Material – darunter Schriften, Verordnungen und Erlasse aus dem Generallandesarchiv in Karlsruhe und Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern – schafft er an einem exemplarischen Beispiel ein beklemmendes Dokument der nationalsozialistischen Praxis.

Matteo ist alt, er lebt alleine auf einer Alm. Seine letzte Kuh will gemolken werden. Das Lesen fällt ihm schwer und auch sonst wird Matteo ein wenig vergesslich und wunderlich.

Shoppingfernsehen der Sonderklasse – und das sogar noch in 3D! Der absolute Wahnsinn. Kult-Student Horst von Bollas erster und letzter Film in 3D - der findet 3D nämlich albern.
Horst von Bollas irrer Film-Ritt feierte 2013 beim Beyond-Festival seine Weltpremiere. Regulär kam der Film nie in die Kinos (wie viele der HfG Produktionen), weil niemand das Risiko eingehen wollte. Danach gab es den Film nur noch für Fans auf VHS und auf YouTube, wo er nun verstaubt ist. Kino im Blauen Salon bringt nun exklusiv die Wiederaufführung ins Kino, also fast… 3D Brillen gibts übrigens HIER für unschlagbare 5 cents.

Peter Altmaier trägt das Gedicht John Maynard von Theodor Fontane vor.
In unserer neuen Filmreihe Poetry Film stellen wir Filme vor, die im Seminar von Stephan Krass entstanden sind. In diesem legendären Beitrag von Moritz Jähde und Valentin Pfister werden wir Zeugen eines historischen Momentes in der Politik, der nur dadurch ermöglicht wurde, dass die Filmemacher sich illegal auf den CDU Parteitag in der Stadthalle eingeschleust haben. Respekt.

Zwei kleine Kinos in Deutschland an der Schwelle zum digitalen Betrieb. Zwischen romantischem Blick und realistischer Sicht: was macht das mit dem Kino, wenn die Filmrollen verschwinden?

Rolle für Rolle von deutschen Kinofilmen werden im Filmvernichtungswerk abgefertigt, zerstückelt und anschließend verbrannt. Eine Hand rutscht über eine Liste, das Urteil wird erteilt: Vernichtung. Vernichtung. Und noch einmal: Vernichtung. Der nächste bitte.

Im Kopierwerk Baden-Baden werden die letzten Rollen Film entwickelt. Einst gängige Praxis, ist das analoge Filmen heute eine Randerscheinung geworden.

Über den Zusammenhang von Alkohol und Verkehrsunfällen wurde viel berichtet – doch wie verhält es sich mit dem Zusammenhang von Drohnen und Verkehrsunfällen? HfG-Absolvent Jens Willms geht dieser Frage im waghalsigen Selbstexperiment auf den Grund.
Hierzu haben wir leider keine weiteren Informationen. Auch das Internet konnte uns bei der Recherche nicht weiterhelfen. Jens Willms’ Kurzfilm ist einer unserer Lieblinge, ein kleiner Schatz, tief vergraben im Archiv der HfG. Vielleicht ist es auch besser, nicht mehr zu wissen. Die Poesie dieser Produktion ist unmittelbar, sie enthebt sich jeglicher Interpretation. Verdacht auf Kultmaterial. Das Format des überraschenden Exkurses in unbekannte Sphären setzten wir in Kürze fort, ihr dürft gespannt sein.

Eine Küche, zwei Tische, drei Köche. Der Alltag und die routinierten Abläufe des kleinen Restaurants öffnen den Raum für die Untersuchung menschlicher Interaktion und Begegnung in einem winzigen Transitraum.
2016 gehen die Beobachtungen in die achte Runde. Nachdem die “Fingerübung” 2009 von Prof. Thomas Heise initiert wurde, kam es unter Prof. Razvan Radulescu zu einer Neuauflage des Formates. Sophia Schillers Beitrag nimmt die Idee der einstigen Kooperation von HfG und Musikhochschule wieder auf, bei der Studierende der MuHo Karlsruhe die Filme vertonten. In diesem Fall in zeitgenössischer Jazz-Improvisation, gespielt von der Schwester der Filmemacherin.