
Man kann mit der rund Trölf-Tausend Euro-teuren Arri Alexa Filmkamera super Spielfilme drehen. Man kann aber auch einfach das hier machen… Liebe Grüße zurück!
Gegrüßt worden? Beleidigt worden? Peinliche Stille? Schnell aus dem Gespräch entkommen? Dieser Film passt zu jeder Lebenssituation – und das in einer Rekordzeit von 19 Sekunden! Das ist das Fazit der Kino-Redaktion, aber eine Erklärung, was im Kopf des Meisters wirklich stattgefunden hat können wir nicht liefern. Wieder mal ein Schatz aus den Untiefen des HfG Filmarchivs!

Es ist Flut, ein Boot verschwindet, die Frauen schneiden Hortensien um die Heilige Jungfrau zu empfangen. Unterdessen sammelt Mariña Meeresfrüchte, Iria projiziert Bilder und ihre Großmutter ist in Erinnerungen versunken.

Briefe in einem Karton. Darin findet sich die detaillierte Beschreibung vom Scheitern einer Ehe. Aus den Fragmenten dieser Korrespondenz webt der Film ein intimes und zärtliches Bild einer Beziehung, die zwischen Hoffnung und Zweifel schwebt.

Nina plant ein gemeinsames Wochenende mit Freunden am Strand. Eine scheinbar einfache Angelegenheit, sollte man meinen. Doch es ist komplizierter als sie gedacht hatte.

In einem Pariser Institut wird der Weltraum erforscht – Ein Dokumentarfilm über wissenschaftliche Forschung und über die Schönheit des abstrakten Denkens.

Das Gebäude in der Lorenzstraße. Wer war Herr Lorenz, was ist der Hallenbau A, was ist hier passiert?! Patronenwald arbeitet die Geschichte der Munitionsfabrik auf, des Gebäudes, in dem seit den 90er Jahren die HfG, das ZKM und die Städtische Galerie beheimatet sind.
Sebastian Drost erschließt in seinem Dokumentarfilm die Geschichte der Fabrik und der „Fremdarbeiter“. Mit authentischem Material – darunter Schriften, Verordnungen und Erlasse aus dem Generallandesarchiv in Karlsruhe und Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern – schafft er an einem exemplarischen Beispiel ein beklemmendes Dokument der nationalsozialistischen Praxis.

Matteo ist alt, er lebt alleine auf einer Alm. Seine letzte Kuh will gemolken werden. Das Lesen fällt ihm schwer und auch sonst wird Matteo ein wenig vergesslich und wunderlich.

Shoppingfernsehen der Sonderklasse – und das sogar noch in 3D! Der absolute Wahnsinn. Kult-Student Horst von Bollas erster und letzter Film in 3D - der findet 3D nämlich albern.
Horst von Bollas irrer Film-Ritt feierte 2013 beim Beyond-Festival seine Weltpremiere. Regulär kam der Film nie in die Kinos (wie viele der HfG Produktionen), weil niemand das Risiko eingehen wollte. Danach gab es den Film nur noch für Fans auf VHS und auf YouTube, wo er nun verstaubt ist. Kino im Blauen Salon bringt nun exklusiv die Wiederaufführung ins Kino, also fast… 3D Brillen gibts übrigens HIER für unschlagbare 5 cents.

Peter Altmaier trägt das Gedicht John Maynard von Theodor Fontane vor.
In unserer neuen Filmreihe Poetry Film stellen wir Filme vor, die im Seminar von Stephan Krass entstanden sind. In diesem legendären Beitrag von Moritz Jähde und Valentin Pfister werden wir Zeugen eines historischen Momentes in der Politik, der nur dadurch ermöglicht wurde, dass die Filmemacher sich illegal auf den CDU Parteitag in der Stadthalle eingeschleust haben. Respekt.

Zwei kleine Kinos in Deutschland an der Schwelle zum digitalen Betrieb. Zwischen romantischem Blick und realistischer Sicht: was macht das mit dem Kino, wenn die Filmrollen verschwinden?

Rolle für Rolle von deutschen Kinofilmen werden im Filmvernichtungswerk abgefertigt, zerstückelt und anschließend verbrannt. Eine Hand rutscht über eine Liste, das Urteil wird erteilt: Vernichtung. Vernichtung. Und noch einmal: Vernichtung. Der nächste bitte.

Im Kopierwerk Baden-Baden werden die letzten Rollen Film entwickelt. Einst gängige Praxis, ist das analoge Filmen heute eine Randerscheinung geworden.

Über den Zusammenhang von Alkohol und Verkehrsunfällen wurde viel berichtet – doch wie verhält es sich mit dem Zusammenhang von Drohnen und Verkehrsunfällen? HfG-Absolvent Jens Willms geht dieser Frage im waghalsigen Selbstexperiment auf den Grund.
Hierzu haben wir leider keine weiteren Informationen. Auch das Internet konnte uns bei der Recherche nicht weiterhelfen. Jens Willms’ Kurzfilm ist einer unserer Lieblinge, ein kleiner Schatz, tief vergraben im Archiv der HfG. Vielleicht ist es auch besser, nicht mehr zu wissen. Die Poesie dieser Produktion ist unmittelbar, sie enthebt sich jeglicher Interpretation. Verdacht auf Kultmaterial. Das Format des überraschenden Exkurses in unbekannte Sphären setzten wir in Kürze fort, ihr dürft gespannt sein.

Eine Küche, zwei Tische, drei Köche. Der Alltag und die routinierten Abläufe des kleinen Restaurants öffnen den Raum für die Untersuchung menschlicher Interaktion und Begegnung in einem winzigen Transitraum.
2016 gehen die Beobachtungen in die achte Runde. Nachdem die “Fingerübung” 2009 von Prof. Thomas Heise initiert wurde, kam es unter Prof. Razvan Radulescu zu einer Neuauflage des Formates. Sophia Schillers Beitrag nimmt die Idee der einstigen Kooperation von HfG und Musikhochschule wieder auf, bei der Studierende der MuHo Karlsruhe die Filme vertonten. In diesem Fall in zeitgenössischer Jazz-Improvisation, gespielt von der Schwester der Filmemacherin.

In seiner “Beobachtung” Disappointment Arrangement fühlt Jason King einem Blumenstrauß auf den Zahn. Entstanden im Seminar Beobachtungen, ohne Ton und auf 16mm Material gedreht, wird ein Stillleben szenisch betrachtet. Rosen sind Rot, Veilchen sind Blau…
Seit 2009 entstanden an der HfG die sogenannten “Beobachtungen”. Professor Thomas Heise führte diese Übung ein, bei der zwei formale Vorgaben die Filme prägten: Jeder und jede bekam eine Rolle 16mm-Film (ca. 11 Minuten) zugewiesen und musste etwas beobachten. Es wurde kein Ton aufgenommen und die Filme wurden per Hand im Chemie-Eimer entwickelt (mit Schutzhandschuhen).

Dieses Frühwerk der HfG-Filmgeschichte, bei dem selbst von den Filmemacherinnen nur die Vornamen übrig geblieben sind, zeigt uns einen sehr persönlichen Umgang mit 14 Klassikern der Filmgeschichte.
Die HfG DVD-Edition Animata (2015), die sich der Publikation von HfG-Animationsfilmen gewidmet hat, hat unter anderem auch diesen kleinen aber feinen Trickfilm aus den 90er Jahren wiederentdeckt. Analog mit 16mm Material am Trickfilm-Tisch produziert, geben uns die Studentinnen “Julia und Patricia” ihre ganz eigene Sicht auf die Filmgeschichte. Falls jemand sich erinnern kann, wie die Filmemacherinnen mit vollem Namen heißen, freuen wir uns, ihnen diese letzte Ehre noch zu erweisen.

Spielerisches Portrait einer jungen Frau.
Dieses Portrait von HfG Alumnus David Loscher behält von Thomas Heises dogmatischem Entwurf nur noch einen Punkt: Das 16mm Material- gefilmt und anschliessend im Eimer entwickelt. Ansonsten hält sich Loscher an seine eigenen Regeln. Anklänge an die Protagonist*innen der Godards und Truffauts und eine Absage an das dokumentarische Format. Hier wird portraitiert, nicht dokumentiert.

Weihnachtsfeier der HfG 2017: Die Fünf Flötis und ihre Flotten Flöten geben an einem bis heute unvergessenen Abend im Dezember eines ihrer schönsten Konzerte. Frohes Fest!
Philip Lawall, Anja Ruschival, Valentin Pfister, Leonie Ohlow und Lena Loy flöten was das Zeug hält. Mit in ihrem Repertoire: “Tochter Zion”, “Was soll das bedeuten” und vor allem ihr Hit “Last Christmas”. Die Flötis starteten ihre Karriere übrigens bereits auf der HfG-Weihnachtsfeier im Vorjahr und machten seither die Karlsruher Weihnachtsmärkte unsicher. 2017 wurden an der HfG Karlsruhe extra Haushaltssperren verhängt, um die Flötis, die mittlerweile sehr teuer geworden waren, noch einmal für die Weihnachtsfeier zu engagieren.

Wir erinnern uns an die HfG Wochenschau! Diese informativen Kurzberichte wurden vom Kino-Team im Wintersemester 2017/18 wöchentlich produziert und vor den Vorstellungen im Blauen Salon gezeigt. Wir zeigen hier exklusiv nochmal die erste Wochenschau aus der Kalenderwoche 4, 2018. Eine Woche HfG – eine Woche totaler Wahnsinn!
Im Herbst 2017 entdeckte das Kino-Team der HfG im Keller eines Kinos hunderte von historischen deutschen Wochenschauen. Beim Sichten dieses Formates, das die Zuschauer weltweit und bis in die 80er vor Kinofilmen über das aktuelle Wochengeschehen informierte, wurde klar, dass die HfG sofort ihre eigene Wochenschau brauchte. So wurde wöchentlich alles dokumentiert, was im Haus passierte und täglich vor den Filmen im Blauen Salon präsentiert.

Jetzt gehts weiter mit dem zweiten Teil der HfG Wochenschau! In der fünten Kalenderwoche 2018 werden Mitarbeitende vorgestellt, Witze erzählt, Spuren gelesen und Dings, äh… Storyboards! bearbeitet. Sehr informativ, wie immer.
Im Herbst 2017 entdeckte das Kino-Team der HfG im Keller eines Kinos hunderte von historischen deutschen Wochenschauen. Beim Sichten dieses Formates, das die Zuschauer weltweit und bis in die 80er vor Kinofilmen über das aktuelle Wochengeschehen informierte, wurde klar, dass die HfG sofort ihre eigene Wochenschau brauchte. So wurde wöchentlich alles dokumentiert, was im Haus passierte und täglich vor den Filmen im Blauen Salon präsentiert.