
Ein Geschäftsmann verliert sich in einem hypermodernen Paris aus Glas, Stahl und spiegelnden Fassaden, während sich seine Wege immer wieder mit denen einer amerikanischen Reisegruppe kreuzen.
Mit präzise choreografierten Bewegungen, langen Totalen und einer vielschichtigen Tonspur entwirft Jacques Tati eine satirische Beobachtung der modernen Arbeits- und Konsumgesellschaft. Dialoge treten zugunsten visueller Gags und räumlicher Kompositionen in den Hintergrund; Orientierung entsteht durch Architektur, Rhythmus und das Zusammenspiel zahlreicher Figuren. Für die aufwendige Produktion ließ Tati eigens eine monumentale Filmstadt, das sogenannte „Tativille“, errichten, wodurch der Film zu den kostspieligsten europäischen Produktionen seiner Zeit wurde. Nach dem kommerziellen Misserfolg bei der Erstaufführung entwickelte sich das Werk zu einem zentralen Bezugspunkt der Filmgeschichte und wird heute insbesondere für seine formale Gestaltung und seine Analyse urbaner Modernität rezipiert.