
Workshop zu digitalen Werkzeugen
Zu Gast: Das Atelier Digitale Souveränität
Diese Vorführung findet ergänzend zu einem Workshop über digitale Werkzeuge an der Kunstakademie Karlsruhe statt. Der Workshop wird vom Atelier Digitale Souveränität organisiert und ist Teil des Verbundprojektes „Digitale Souveränität für Kunsthochschulen“.
Flow (orig.: Straume) erzählt die Geschichte einer Katze, die in einer dystopischen Welt nach einer großen Flut versucht zu überleben. Der Independent-Animationsfilm von Gints Zilbakis behandelt Themen wie Überleben und Gemeinschaft, verzichtet dabei allerdings vollständig auf Dialoge. Flow wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, darunter der Oscar für den besten Animationsfilm. Gerade die Produktion des Filmes ist besonders: ohne Storyboard wurde der Film primär mit dem freien Open Source 3D-Grafikprogramm Blender erstellt und markiert so einen bewussten Bruch mit Industriestandards. Der Regisseur erklärte: “I think that if you’re working on a smaller indie-scale pro ject, you shouldn’t try to copy what big studios do. Instead, you should develop a workflow that best suits you and your smaller team.“ Der Erfolg von Flow zeigt, dass begrenzte Ressourcen eine Filmproduktion nicht zwangsläufig einschränken müssen, wenn sich kreative und technische Freiheit produktiv verbinden.
Das Atelier Digitale Souveränität widmet sich der aktiven Gestaltung der digitalen Transformation. Es unterstützt Studierende und Mitarbeitende an Kunsthochschulen dabei, auch im Digitalen selbstbestimmt und frei zu arbeiten.
Das Atelier ist das hochschulübergreifende Team des Verbundprojekts „Digitale Souveränität für Kunsthochschulen“, an dem die Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, die Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe beteiligt sind. Das Projekt wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert (Oktober 2025 - Dezember 2029).
Im Sommersemester leitet das Atelier u.a. einen Workshop über digitale Werkzeuge, in dem wir uns insbesondere mit dem 3D-Grafikprogramm Blender befassen, eine kostenlose Alternative zu proprietären Programmen wie Rhino oder Maya. Als freie Open Source Software ist Blender das Produkt einer engagierten Community. Mit der Filmvorführung möchten wir den Dialog öffnen und die Bedeutung von Software-Standards in der künstlerischen Produktion hinterfragen.

