
Mit dem letzten Film dieses Semesters stellen wir fest: Auch “Aller Ende ist schön”, denn wir freuen uns schon unglaublich auf die wohlverdiente Sommerpause, und fühlen uns schon jetzt wie Ferdinand am Strand in Godard’s Pierrot Le Fou.
Wir haben gemeinsam Regiedebüts gefeiert, neue filmische Handschriften kennengelernt, uns in fremde Welten werfen lassen und dabei immer wieder gemerkt: Der erste Film ist selten nur ein erster Film. Oft ist er schon ein Versprechen, eine Haltung, manchmal auch ein kleines Chaos mit großem Potenzial. Genau das hat diese Reihe getragen und wir haben zehn Jahre Analogprojektion im Blauen Salon damit gebührend gefeiert.
Und jetzt? Jetzt kommt das große, offiziell angekündigte, leicht melancholisch gefürchtete Sommerloch.
Die Projektoren dürfen ruhen, die Filmkopien sind hoffentlich bald alle zurückgeschickt und auch wir tauschen Kinosaal gegen Sonne, Stadt gegen Urlaub, Sitzreihen gegen Liegestühle. Ein bisschen Pause muss sein – nicht als Stillstand, sondern als Zwischenraum, in dem das Kino nicht verschwindet, sondern sich einfach in andere Orte verlagert: in Reisen, Gespräche, lange Abende und vielleicht den einen oder anderen Film, den man „eigentlich schon lange mal sehen wollte“.
Aber keine Sorge: Hinter den Kulissen wird längst schon weitergedacht, gesammelt, geschaut und geplant. Das nächste Semesterprogramm ist bereits in Arbeit und nimmt langsam finale Form an. Neue Filme, neue Abende, neue Gründe, wieder in den Blauen Salon zu kommen – bald ist es soweit.
Bis dahin sagen wir: Danke fürs Dabeisein, fürs Kommen, Bleiben, Wiederkommen und Weitererzählen. Euch, unserem Publikum und auch allen, die geholfen haben, dieses Semesterprogramm zu verwirklichen.
Wir wünschen euch einen schönen Sommer, gute Filme überall dort, wo ihr sie findet, und ein bisschen Ruhe zwischen all den Bildern.