
Am Wochenende wird der Aussiedlerhof einer jungen Familie zum Treffpunkt eines großen Freundeskreises. Die ungestüme Kindergruppe entwickelt ihre eigene, kindlich brutale Dynamik. Machtspiele und ständiges Kräftemessen treibt sie voran. So wird sich ins Kriegsspiel vertieft, aufeinander geschossen, sich ausgetrickst und lustig gemacht. Die neunjährige Moni steht als Jüngste der Gruppe am Ende der sozio-dynamischen Nahrungskette.Die Anziehung zur Freundin ihrer älteren Schwester und die Frage ob ihr Vater wirklich Monis Vater ist bilden das Grundrauschen eines Wochenendes das sich über eine Ewigkeit zu erstrecken scheint. Ein Film über die schmerzvolle Schönheit des Erwachsenwerdens.

Drei junge Kino Enthusiasten machen einen Roadtrip und besuchen verschiedene Kinos um alte, analoge Technik zu retten. Dabei kommen die ganz eigenen und bald vergessenen Geschichten der Kinobetreibenden aus der damaligen Zeit wieder zutage. Entstanden ist eine besondere Momentaufnahme des Kinos, zehn Jahre nach der Digitalisierung, mitten in einer Pandemie, mit vielen Geschichten aus den “guten alten Zeiten” und trotzdem nicht nur Nostalgie. Mit den Sorgen ob der ungewissen Zukunft des Kinos aber auch der Zuversicht vieler leidenschaftlich tätigen Kinomachenden. Und auch ein Porträt von drei anachronistischen jungen Menschen, die im Jahr 2020 noch völlig für das längst verstorbene analoge Kino brennen und deshalb entgegen allem Zeitgeist das Alte wieder zu neuem Leben erwecken. Der Titel “This is not the End” spielt dabei auf den Kerngedanken an: Das analoge Kino ist solange nicht ganz beendet wie es noch Menschen gibt, die sich damit weiter befassen, es nicht nur konservieren sondern weiter benutzen.

Die Menschheit hat noch 8 Minuten, dann wird die Erde ausgelöscht. Flucht ist unmöglich. In den letzten Hitze Jahren vor dem Sonnentod sind die Reste der Menschheit unter die Erdoberfläche geflohen. Angeschlossen an die “Traummaschine”, die jede Fantasie simulieren kann und die Zeitwahrnehmung dehnt, wurde die physische durch die digitale Welt ersetzt. Hier werden die letzten 8 Minuten zu 12 000 Jahren.David und Lena sind ein Liebespaar in dieser simulierten Welt. Nach einem Sonnensturm, indem Davids Körper verbrannt ist, startet Lena ein Abbild von Davids Bewusstsein, aber das Backup ist fehlerhaft und verwirrt.

Sehen Sie die abenteuerliche, aufregende, spannende und dramatische Geschichte eines … Fummlers. Martin (Werner Enke) beglückt die Welt mit pseudophilosophischen Sprüchen und lebt in den Tag hinein. Er sammelt Kartoffeln und Steine in der Kopfform von Freunden und Bekannten, hat „den Vater von Balzac“ zum Vorbild, der 20 Jahre im Bett gelegen haben soll und fragt das Mädchen, das er im Schwimmbad abgeschleppt hat, ob sie ihn denn „ernähren“ könne, bevor er sie ins eigene Bett einlädt. „Es wird böse enden..." ist seine Devise, aber dann wirbelt die Begegnung mit Barbara (Uschi Glas) sein Leben durcheinander. Zur Sache, Schätzchen war der Überraschungshit an den Kinokassen und gilt als der erfolgreichste Film der Schwabinger Filmszene und der Neuen Münchner Gruppe. Er war Affront gegen die selbstgerechte Nachkriegsgesellschaft und Wirtschaftswunderideologie, gegen die Sexwelle und gegen die selbstgefällige Film- und Pop-Szene Münchens. Mit 26 Jahren präsentierte May Spils dem Publikum als erste deutsche Regisseurin der Nachkriegsgeneration eine Komödie, die frech den Zeitgeist traf und bis heute nichts von ihrer Frische verloren hat.

Auf dem Weg zu einem Live-Auftritt in einem Londoner Fernsehstudio geraten die vier Liverpooler Musiker John, Paul, George und Ringo in eine Reihe absurd-komischer Situationen. Ihr leidgeprüfter Manager Norm hat dabei alle Hände voll zu tun, die vier Beatles vor einer Meute schreiender Fans und fanatischer Journalisten zu beschützen. Doch neben ihren beiden Managern werden die Beatles auch noch von Pauls Großvater begleitet, und der hat große Lust auf eine Party.

Linda und Chad, zwei nicht sonderlich cleveren Mitarbeitern eines Fitnessstudios in Washington, fällt eines Tages eine geheimnisvolle CD-ROM in die Hände. Wie sich herausstellt, gehört sie dem ehemaligen CIA-Mitarbeiter Osborne Cox und enthält vermeintlich brisante Informationen über den US-Geheimdienst.

Alvy trifft Annie bei einem Tennis-Doppel, zu dem ihn ein Freund einlädt. Der junge Mann ist sofort begeistert von ihr und nach einem etwas holprigen Smalltalk lädt sie ihn zu sich nach Hause ein. Die beiden beginnen eine Beziehung und scheinen sich ungewöhnlich gut zu verstehen, doch Alvys neurotische Art und Annies Drang nach einem freien, selbstbestimmten Leben führen schon bald zu unüberbrückbaren Differenzen in ihrer Beziehung.

Monsieur Hulot, ein biederer Kleinbürger, fährt in seinem uralten Auto in die Bretagne, um dort seinen wohlverdienten Urlaub zu genießen. In einer kleinen Pension findet er ein Zimmer unter dem Dach und bemüht sich fortan intensiv, die übrigen Gäste zu unterhalten und ihr Interesse zu wecken. Vor allem die junge Martine hat es ihm angetan, die er schüchtern umwirbt. Doch all seine weiteren Bemühungen, unter den Gästen Gesellschaft zu finden, rufen Missverständnisse und Katastrophen hervor.

Mike und Scott verdingen sich als Straßenstricher in Portland. Während der liebenswürdige Mike in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen ist und seine Eltern seit Jahren nicht gesehen hat, entstammt Scott einer der angesehensten Familien der Stadt und rebelliert gegen seinen Vater. Auf der Suche nach Mikes Mutter reisen die zwei nach Europa, wo die innige Freundschaft der beiden zerbricht.

Onkel Boonmee ist in seine Heimat im Nordosten Thailands zurückgekehrt, um in Ruhe zu sterben. Als er Abends zusammen mit seiner Schwägerin und seinem Neffen auf der Veranda sitzt, gesellen sich auch seine vor 19 Jahren verstorbene Frau und der Geist seines Sohnes Boonsong zu ihnen. Gemeinsam mit ihnen macht sich Boonmee auf dem Weg zu seinem Ursprung, einer Höhle.

François, Arbeiter in einer Eisengießerei, hat einen Mann erschossen. Als der Tag anbricht, hat die Polizei bereits das Haus umzingelt und die Straße abgesperrt. François schließt sich in der Dachkammer ein und lässt die Ereignisse, die zu dem tödlichen Schusswechsel geführt haben, Revue passieren: François hatte sich in die Blumenverkäuferin Françoise verliebt. Eines Abends verfolgt er sie heimlich und beobachtet, dass Françoise eine Affäre mit Valentin hat.

Der Einkaufsdirektor Heinrich Lohse wird überraschend in den Vorruhestand geschickt. Seiner Familie verkündet er die „freudige“ Botschaft, dass er fortan seine Erfahrungen der Familie und dem Haushalt zugute kommen lassen will. Heinrich versucht sogleich die Lebensmitteleinkäufe der Familie möglichst kostengünstig zu gestalten. Seine Gattin Renate kann dem Rabattvorteil von zwei Paletten Senf für einen Dreipersonen-Haushalt jedoch nicht viel Positives abgewinnen. Weiteres Chaos lässt nicht lange auf sich warten und im Hause Lohse droht ein Rosenkrieg auszubrechen. Und dann naht auch noch der 80. Geburtstag der Schwiegermutter.

Charles Dump lebt mit seiner Tochter in einem verlassenen Kaff in der mexikanischen Sierra. Eines Tages gabelt er den erschöpften Verbrecher Kid auf, der die Beute eines Bankraubs im Gepäck hat. Dump beginnt sich für das Geld zu interessieren, doch seine Aussichten verschlechtern sich, als mit Sunshine der Organisator des Bankraubs eintrifft. Trotzdem versucht Dump weiterhin, sich das Geld unter den Nagel zu reißen, was zu einem unerbittlichen Katz-und-Maus-Spiel führt.

Die zwei jungen Männer Wyatt und Billy brechen Ende der 1960er mit Motorrädern von Los Angeles auf und wollen in New Orleans mit geschmuggeltem Rauschgift das große Geld machen. Während ihrer von Sex- und Drogentrips begleiteten Reise nehmen Wyatt und Billy einen Hippie per Anhalter mit, verbringen einige Zeit in einer Hippie-Kommune und treffen den alkoholsüchtigen Anwalt George Hanson. Dabei stoßen die beiden Biker immer wieder an die Grenzen einer intoleranten Gesellschaft, etwa in einem ländlichen Ort in Louisiana – wo sie die Feindschaft der Dorfgemeinschaft auf sich ziehen, bloß weil sie in einem Restaurant mit einem Mädchen flirten.

Ein liebenswerter Vagabund verliebt sich in eine blinde Blumenverkäuferin und tut alles, um ihr zu helfen. Slapstick und zarte Momente wechseln sich mit Beobachtungen des pulsierenden Stadtlebens ab, alles ohne ein gesprochenes Wort. Chaplins bekanntes Diktum, wonach ein Film wie ein Baum sei – man müsse ihn schütteln, damit alles Überflüssige abfalle und nur die grundlegende Gestalt übrig bleibe – findet sich in City Lights wohl aufs Schönste umgesetzt.
Lange nachdem der Tonfilm den Markt erobert hatte, hielt Chaplin bewusst am Stummfilmformat fest und erweiterte es um Geräuscheffekte und Musik, die er selbst komponierte. Die Kombination aus choreografierter, körperlicher Komik und emotionaler Tiefe, der Wechsel zwischen Lachen und Ernst, macht deutlich, wie sehr Chaplins Werk auf nonverbaler Kommunikation, rhythmischer Bewegung und der Kunst der Pantomime beruht. Qualitäten, die bis heute inspirieren! Zwar kein Debut, aber unser erster Film, den wir im Blauen Salon gezeigt haben, markiert unser zehnjähriges Jubiläum!

Die Jungs halten mit ihren Frauen und dem gichtgeplagten Onkel Edgar ein Sonntagspicknick ab. Das Picknick läuft alles andere als wie geplant ab.

Das kleine und abgelegen Dorf San Miguel in New Mexiko ist von zwei rivalisierenden Gangsterfamilien gespalten. Die angloamerikanische Baxter- und die mexikanische Rojo-Familie liefert sich einen Bandenkrieg, unter dem alle Einwohner des beschaulichen Städtchens zu leiden haben. Doch dann betritt ein einsamer Reiter namens Joe die Stadt, der mit dem Colt umzugehen weiß, wie kein Zweiter und bietet den beiden Klans an, für sie zu arbeiten. Ohne das sie davon wissen, kassiert der Fremde von beiden Seiten ein dicken Batzen Geld ein, doch als Ramón, der Anführer der Rojos-Familie hinter den Bluff kommt, lässt er den Cowboy brutal foltern. In letzter Sekunde schafft es Joe sich zu befreien und zu fliehen. Nachdem er sich einige Zeit in einer entlegenen Höhle regeneriert hat, kehrt der Revolverheld zurück, um mit dem Klan und insbesondere mit Ramón abzurechnen

Der Film beschreibt den Alltag des Fischverkäufers Teddy Schu. Um sich und seine Frau Jaqueline über Wasser zu halten, muss er zudem für die Agentur Señora Fuck unter dem Namen Rodriguez Faszanatas als Mann für gewisse Stunden sowie in den frühen Morgenstunden als Zeitungsausträger arbeiten. Abends trifft er sich bisweilen mit einem Obdachlosen ohne Namen, der sein Gedächtnis verloren hat, unter einer Brücke und philosophiert über die Ausweglosigkeit des Alltags.

Harold ist sehr erfinderisch, wenn es um sein Hobby geht: die Inszenierung seines Selbstmordes – am Strick, im Pool, in einem Gemetzel, durch eine Explosion. Nutzniesserin (wie sich sein Psychiater ausdrückt) ist in erster Linie seine reiche und dominante Mutter. Sein zweites Hobby ist nicht minder morbid: Er besucht Beerdigungen von Menschen, die er nicht kennt. Diese Vorliebe teilt er mit der keineswegs morbiden, sondern äusserst lebenslustigen Maude. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Ach ja, übrigens: Sie ist sechzig Jahre älter als er.

Gleich nachdem Jake Blues aus dem Gefängnis entlassen wird, besuchen er und sein Bruder Elwood das Waisenhaus, in dem sie großgezogen wurden. Dort müssen sie erfahren, dass das Waisenhaus an das Kultusministerium verkauft werden soll. Es gibt nur eine Chance auf Rettung: Innerhalb von elf Tagen muss die Grundsteuer bezahlt werden. Die Brüder beschließen das Geld aufzutreiben, indem sie ihre alte Blues-Band wieder zusammenstellen und ein großes Konzert geben.