
Ein Multiplex filmischer Geschichte von der legendären Jocelyne Saab, eine Hommage an Beirut, wo der Krieg kein Bruch, sondern ein andauernder Zustand ist. Yasmine und Leila entdecken die Stadt durch das Archiv von Farouk, einem Kinobesitzer, der zwischen seinen Filmrollen überlebt. Die beiden Freundinnen begeben sich auf eine Reise, in der sie selbst zu Protagonistinnen ihres eigenen Films werden und untrennbar mit Beiruts filmischer Vergangenheit verschmelzen.
Bekannt für ihre avantgardistischen Dokumentarfilme, die Zerstörung, Vertreibung und Verfall einer Geografie einfangen, rückt Saab die Stadt selbst in die Hauptrolle und nutzt Raum und Architektur als leitende Elemente – Filmemachen als Geschichteschreiben, wie es Thomas Elsaesser beschreibt. Zwischen Epochen und Genres wandernd, verwebt der Film meisterhaft die vielen Räume, Figuren und Stimmungen dieser Stadt, verwandelt Fassaden in Protagonisten und bewegte Bilder in ein Archiv der Emotionen von Zugehörigkeit und Trauer, während die Grenze zwischen Fiktion und Dokumentarfilm zunehmend verschwimmt.
Leihgabe der Filmkopie mit freundlicher Unterstützung vom Arsenal Institut.