
Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter im Teich ihres englischen Landhauses versuchen John und Laura Baxter im winterlichen Venedig Abstand zu finden. Während John sich bemüht, den Schicksalsschlag mit seiner Arbeit als Restaurator zu verdrängen, sucht Laura Trost bei einem italienischen Schwesternpaar, von denen eine behauptet, ein Medium zu sein. Die Stadt der Leidenschaft und Romantik wird für die Baxters zu einem Labyrinth aus Trauer, Vorahnungen und unheimlichen Begegnungen.
Nicolas Roeg zeichnet das Bild einer verrottenden, sterbenden Stadt. Unter der allgegenwärtigen Wasseroberfläche der Kanäle lauern Ängste und Schmerz und drängen wie die leblosen Körper der Stadtbewohner nach oben. Die außergewöhnlichen Schnittfolgen von Graeme Clifford schaffen einen Wahrnehmungsstrom, in dem Erinnerung und Gegenwart verschwimmen. Bilder wiederholen sich, Details verändern sich und die Stadt wird zur Projektion eines Verlustes, der unüberwindbar scheint.
Leihgabe der Filmkopie mit freundlicher Unterstützung des Stadtkino Basel/ Kinemathek Le Bon Film.
Till Gomberts Kurzfilm hat mit Mathematik wenig zu tun. In verzerrten und verdrehten 16mm Bildern spürt er einem Paar und verschiedenen Traumgestalten hinterher. Um welche oder wessen Wurzeln es dabei geht, kann man nur mutmaßen. Alle Spuren und roten Fäden verlieren sich im Wasser und was bleibt, ist leichte Verwirrung.
Filmkopie aus der Sammlung des Kino im Blauen Salon (HfG KA)