
Das Kino liegt ja angeblich in den letzten Zügen. Und so rattert Tscherkassky durch die Filmgeschichte, als gäbe es kein Morgen. Alles Flirren und Klirren des komponierwütigen Actionkrachers TRAIN AGAIN bäumt sich auf gegen den Bedeutungsverfall der einst so innovativen siebten Kunst. Ein sich methodisch vergaloppierender Husarenritt, ein Crashkurs in rasendem Stillstand, ein apokalyptischer Bildkollaps, ein Katastrophenthriller – und ewig ächzt die Kurbelwelle des alten Kinos. Wer keine Schraube locker hat, lässt sich davon gern überrollen.
