
Dante Hicks ist ein unmotivierter Angestellter in einem Supermarkt, der an seinem eigentlich freien Tag hinter der Theke festsitzt. Im Laufe eines Arbeitstages führt er Gespräche über Beziehungen, Popkultur und das Erwachsenwerden mit seinem besten Freund Randal, Kunden und seiner Freundin und stellt sich dabei allmählich seiner eigenen Passivität und Unzufriedenheit. Clerks fängt die Ziellosigkeit und Frustration junger, unterbeschäftigter Menschen ein, die nicht wissen, wie und ob es überhaupt weitergehen soll. Kevin Smith schrieb und inszenierte Clerks mit einem minimalen Budget, indem er seine Kreditkarten bis zum Limit ausreizte und nachts in dem Supermarkt drehte, wo er selbst arbeitete. Der raue Schwarz-Weiß-Look des Films war ebenso sehr eine finanzielle Notwendigkeit wie eine ästhetische Entscheidung und verleiht den dialoglastigen Szenen eine rohe, ungeschliffene Unmittelbarkeit. Smiths Fokus auf ausführliche Gespräche, derben Humor und popkulturelle Exkurse wurde zum prägenden Merkmal seines filmischen Stils. Als Debütfilm etabliert Clerks Themen, die in Smiths späterem Werk wiederkehren: Stillstand, Männerfreundschaften und Figuren, die vielmehr durch eigene Entscheidungen als durch die Umstände gelähmt sind. Dantes Unfähigkeit, entschlossen zu handeln, hallt in Smiths späteren Werken wieder. Obwohl seine Filme immer aufwendiger wurden, bleibt Clerks der deutlichste Ausdruck seines Interesses an der alltäglichen Trägheit und der Komik und Tragik des Nichtstuns.
