
Zarte Bewegungen, scheinbar leicht und doch bestimmt. Rauchend am Fenster, auf dem Feldweg spazierend, beim Auspacken eines Bonbons. Margaret Tait filmt ihre Mutter und kreiert ein abstraktes Portrait, eine vibrierende und sinnliche Reihung von Filmaufnahmen mit losen formalen Verbindungen und Motiven. Eine Ode an die Schönheit des Filmmaterials und ihre lebenserfahrene Protagonistin. Margaret Tait, eine prägende Figur des britischen Avantgarde-Kinos, kombinierte ihre Leidenschaft für Poesie mit einer einzigartigen visuellen Sprache. Nach ihrer Ausbildung in Rom kehrte sie nach Schottland zurück und ließ sich von der Landschaft der Orkney-Inseln inspirieren. Ihre Filme bezeichnete sie oft als „Filmgedichte“, da ihre Ästhetik eng mit der Poesie verbunden war.
