Touki Bouki

Regie: Djibril Diop Mambéty | Senegal 1973 | 91 min | 35mm | Originalfassung mit deutschen Untertiteln | mit Magaye Niang, Myriam Niang, Christoph Colomb

!!TRIGGERWARNUNG: Im Film gibt es zwei Szenen die echte Aufnahmen von Schlachtungen zeigen. Dies kann für Zuschauende verstörend wirken.!! Der junge Hirte Mory hat die Rinder in den Schlachthof gebracht, fährt auf seinem hörnergeschmückten Motorrad durch Dakar, lernt die Studentin Anna kennen und will mit ihr nach Paris aufbrechen, zum „kleinen Engel des Paradieses“. Um sich die Überfahrt leisten zu können, versuchen sie sich als Kleinkriminelle. Ein wahnwitziger, mitreißender, aus allen Nähten platzender Entwurf über die afrikanische Faszination für die Versprechungen der westlichen Welt. Dies schlägt sich auch im wirbelnden Stil des Autodidakten Mambéty nieder: Touki Bouki, Wolof für „Die Reise der Hyäne“, kombiniert Film noir und Nouvelle Vague, Komödie und Sozialkritik und ist ein Gegenpol zum großflächigen Ausverkauf im zeitgleich reüssierenden Blaxploitation-Kino. In den leuchtenden Farben der Siebzigerjahre setzt sich Touki Bouki ungestüm über alle narrativen Konventionen hinweg. Anything goes!

Leihgabe der Filmkopie mit freundlicher Unterstützung der Cinémathèque Suisse.