Sátántangó

Regie: Béla Tarr | Deutschland, Ungarn, Schweiz 1994 | 432 min | 35mm | Originalfassung mit deutschen Untertiteln | mit Mihály Víg, Putyi Horváth, Székely B. Miklós

Die letzten Bewohner einer verlassenen Siedlung machen sich auf den Weg, ihrem elenden Dasein zu entfliehen, indem sie den Versprechungen eines falschen Propheten namens Irimias folgen. Doch der vermeintliche Erlöser und sein Gefährte Petrina scheinen mit eigenen Absichten gekommen zu sein und wissen die Naivität der Bewohner geschickt auszunutzen. Béla Tarr beschreibt in endlosen, düsteren Plansequenzen das perspektivlose Lebensgefühl seiner Protagonisten. Sátántangó ist eine Meditation über die Zeit, aber auch eine Parabel über den Niedergang der Menschheit. Durch seine formale Strenge, atmosphärische Ausdruckskraft und ungewöhnliche Erzählweise, die den Zuschauer packt und nicht mehr loslässt – über mehr als sieben Stunden –, ragt dieser Film aus dem Gesamtwerk von Béla Tarr heraus. Ein Monument des zeitgenössischen Kinos, ja der Filmgeschichte überhaupt, das bei uns auf sportlichen 35mm läuft. Eine Meditation für den Zuschauer und ein Marathon im Vorführraum.

Leihgabe der Filmkopie mit freundlicher Unterstützung vom Arsenal Institut e.V..
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